Ceatec: Philips zeigt 3-cm-Blue-Laser-Disk

Philips hat bei der Ceatec 2002 in Japan eine optische Mini-Disk gezeigt. Die so genannte "Small Form Factor Optical Storage"-Scheibe (SFFOS) hat einen Durchmesser von 30 Millimetern und fasst bis zu 1 GByte Daten.

Die Disks werden mit Blue-Laser-Technologie beschrieben und sollen Speicherkarten in kommenden Generationen von mobilen Geräten ersetzen. Blaue Laserstrahlen arbeiten mit kürzeren Wellenklängen und machen es so möglich, die nahezu doppelte Datenmenge einer herkömmlichen CD auf einem Scheibchen in Größe einer Zwei-Euro-Münze zu speichern.

SFFOS: Das kleine Speichermedium hat bei der Ceatec großes Interesse geweckt. Normalerweise bringen japanische Unternehmen Miniaturtechnologie nach Europa, Philips hat den Spieß umgedreht.

Die Entwicklung von SFFOS hat Philips bereits Anfang des Jahres bekannt gemacht (wir berichteten). Bei der Ceatec hat der Hersteller die Technologie erstmals vor breitem Publikum vorgeführt. Das Blue-Laser-Laufwerk, in dem die Disk steckt, ist nach Angaben von Philips 5,6 x 3,4 x 0,75 Zentimeter klein. Philips hat bei den ersten Tests MP3-Daten gespeichert. Der optische Miniaturspeicher gilt als aussichtsreiche Zukunftstechnologie. Die meisten Konkurrenten sind damit beschäftigt, die 12-Zentimerter-CD zu optimieren. Mit der Miniaturisierung beschäftigen sich nur wenige Unternehmen. Eines davon ist die amerikanische Firma DataPlay, die Anfang des Jahres eine auf beiden Seiten beschreibbare Disk vorgestellt hat (wir berichteten). Ein Nachteil der DataPlay-Technologie ist allerdings, dass sich die Medien nur einmal beschreiben lassen.

Zusätzliche Informationen bietet der Report Blue Ray statt DVD - Alles nur Blauer Dunst?. Die Medien von DataPlay finden Sie im Report Mobile Speichermedien beschrieben. (uba)