Athlons made in Germany

In Dresden will AMD mit seiner 'Fab30' die modernste Chip-Fabrik der Welt gebaut haben. tecChannel.de hat das Werk besucht und zeigt, wie AMD in Sachsen Athlons und demnächst auch Palominos herstellt.

Was der Athlon auf Seiten der Produkte ist stellt für AMD in punkto Halbleiter-Fertigung die "Fab30" in Dresden dar. Das neueste Chip-Werk ist der ganze Stolz des Unternehmens. Die Fabrication Unit, kurz Fab, wurde im dreißigsten Jahr der Firmengeschichte eröffnet und hat daher ihren Namen.

Es lässt sich trefflich darüber streiten, ob die Fab30 wirklich "die modernste Chip-Fabrik der Welt" ist. Fest steht jedoch, dass derzeit noch kein anderer Hersteller x86-Prozessoren mit 0,18 Mikron Strukturbreite und Kupfer-Interconnects in Serie herstellt - und genau das passiert in Dresden.

AMD fertigt dort ausschließlich Athlon-Prozessoren mit Thunderbird-Kern auf 200-Millimeter-Wafern. Derzeit findet die Umstellung auf den neuen Athlon, Codename "Palomino", statt. Dieser Chip soll, wie berichtet, jedoch erst im dritten Quartal als Desktop-Prozessor auf den Markt kommen. Durons sind in Dresden nicht zu finden: Sie stellt AMD in der Fab25 in Austin, Texas, her.

Technologisch hart auf den Fersen der Fab30 ist Intels Werk "D1C" in Hillsboro im US-Bundesstaat Oregon. Dort werden schon Wafer mit 300 Millimetern Durchmesser und 0,13 Mikron Strukturbreite und Kupfer-Interconnects gefertigt - nur liefert Intel die so hergestellten Chips noch nicht aus.

Luftbild vom April 2001: Links die Büroräume, in der Mitte die Fertigung. Ganz rechts steht das eigene Kraftwerk.
Luftbild vom April 2001: Links die Büroräume, in der Mitte die Fertigung. Ganz rechts steht das eigene Kraftwerk.

AMDs Grundstück in Dresden erstreckt sich auf über 430.000 Quadratmeter. Knapp die Hälfte davon ist bereits bebaut - theoretisch genug Raum für eine zweite Fab daneben. Da ein Werk wie die Fab 30 mit einer Investitionssumme von 1,9 Milliarden US-Dollar nicht gerade aus der Portokasse zu bezahlen ist, wird eine große Erweiterung wohl noch etwas auf sich warten lassen.