AWS VPC

Amazon bringt Virtual Private Cloud nach Europa

Amazon.com bietet seine "Virtual Private Cloud" (VPC) jetzt auch in der europäischen AWS-Verfügbarkeitszone an.

Amazon hatte VPC vergangenen August zunächst als Beta an der US-Ostküste gestartet. Der neue Amazon Web Service erlaubt es, Cloud-Ressourcen über ein IPsec-VPN (Virtual Private Network) ins eigenen Firmennetz zu hängen und zentral zu verwalten.

Cloud: VPC integriert AWS-Ressourcen per IPsec-VPN ins Firmennetz. (Quelle: Amazon)
Cloud: VPC integriert AWS-Ressourcen per IPsec-VPN ins Firmennetz. (Quelle: Amazon)

VPC-User können nach Angaben des Anbieters mit wenigen einfachen API-Aufrufen ein separates Netzwerk erstellen, den IP-Adressbereich ihrer Wahl eingeben und dann Amazon EC2-Vorgänge in das Netzwerk übertragen. Als nächstes erstellen sie ein sicheres VPN, um für diese AWS-Ressourcen eine Verbindung zu ihrer bestehenden IT-Infrastruktur herzustellen. Cloud-Traffic, der für das Internet bestimmt ist, wird über das VPN geleitet und dort von den bestehenden Sicherheits- und Netzwerktechnologien des Kunden geprüft, bevor er im Internet veröffentlicht wird. Mit Amazon VPC könnten Kunden auf die Ressourcen, die über die AWS Cloud laufen, auf dieselbe Art und Weise zugreifen, wie auf solche, die über ihre eigene IT-Infrastruktur laufen.

Das tut zum Beispiel die Software AG - sie nutzt AWS derzeit als SaaS-Plattform für ihre Social-BPM-Lösung "ARISalign" und macht Business Productivity Management für jeden im Unternehmen zugänglich. "Die Software AG hat AWS aufgrund der sicheren, zuverlässigen und skalierbaren Infrastruktur-Plattform in der Cloud gewählt", erläutert Matt Green, für Product Management und Product Marketing zuständiger Vice President. "Wir freuen uns, dass Amazon VPC jetzt auch in der EU erhältlich ist, weil es der Software AG die Möglichkeit bietet, Kunden ein benutzerfreundliches Management und eine nahtlose Erweiterung zu bereits vorhandenen Sicherheits-Tools anzubieten."

Mehr Details zum Europastart von VPC stehen im AWS-Blog. Die VPN-Lösung wird nach genutzten Stunden und Traffic in Rechnung gestellt. (Computerwoche/cvi)