Adobe stellt Photoshop 7 vor

Adobe hat Photoshop 7 vorgestellt. Die von Adobe als Major-Upgrade bezeichnete Version soll im zweiten Quartal auf den Markt kommen und Mac-OS X sowie Windows XP unterstützen.

Als coolstes neues Feature hebt Adobe im neuen Photoshop den Healing Brush hervor. Zum Retuschieren bietet das Heilungswerkzeug neue Möglichkeiten. Es entfernt "Staub", "Kratzer" und "Falten" nach der Methode des Clone-Brush, behält aber Licht- und Schattenverhältnisse der Vorlage bei. Selbst größere Partien sollen sich unauffällig bearbeiten lassen, weil der Healing-Brush die Informationen der umgebenden Pixel einfließen lässt. Die Definition der bearbeitenden Bereiche kann mit allen Auswahlwerkzeugen erfolgen.

Anti-Falten-Kur mit Photoshop 7: Das Healing-Werkzeug retuschiert, indem es die Lichtverhältnisse der Umgebung beibehält. Bereiche lassen sich auswählen, bearbeiten und mit der Patch-Funktion einfügen. Quelle: Adobe

Anwender, die viele Bilder verwalten, können den neuen Datei-Browser einsetzen. Der Datei-Browser zeigt bei Pfad, Informationen, Thumbnail und für die ausgewählten Dateien eine größere Ansicht an. Adobe hat damit eine Funktion integriert, die bislang separaten Bildbetrachter wie etwa ACDsee mitbrachten. Im Thumbnail-Feld lassen sich weitere Einstellungen treffen, etwa zur Größe der Vorschaubildchen. Hilfreich bei der Verwaltung kann auch die Ranking-Funktion sein. Damit lassen sich Attribute zu den Bildern speichern, zum Beispiel "Entwurf" oder "Final". Im Browser kann der Benutzer dann alle Bilder mit dem Rang "Entwurf" anzeigen lassen. Sortiermöglichkeiten wie Größe, Datum, Format und Auflösung stehen ebenfalls zur Verfügung.

Neuer Datei-Browser: Die Verwaltung umfangreicher Bildbestände soll mit Thumbnails und Sortierfunktionen vereinfacht werden. Quelle: Adobe

Photoshop 7 bietet laut Adobe darüber hinaus eine automatische Farbkorrektur über das neue Auto-Color-Command. Der Befehl soll automatisch Farbstiche in Fotos korrigieren und naturgetreue Farben hervorbringen.

Komplett neu soll die Engine für Zeichnungen in Photoshop 7 sein. Man kann Dutzende von Einstellungsmöglichkeiten für die Malwerkzeuge treffen. Vorlagen für Pinsel lassen sich laut Adobe aus eingescannten Bildern erzeugen oder aus der erweiterten Palette übernehmen. Auf selbst erstellte Vorlagen können wiederum alle Effekte angewendet werden, die Photoshop anbietet.

Mittels neuer Druckfunktion lassen sich mehrere Bilder pro Seite ausdrucken. Photoshop 7 unterstützt außerdem die Sicherheitseinstellungen von Acrobat 5. Damit können zum Beispiel als PDF gespeicherte Bilder passwortgeschützt werden. Nach Angaben von Adobe kommt das neue Photoshop-Paket im zweiten Quartal auf den Markt. Der Preis liegt wie bei Photoshop 6 bei 609 US-Dollar. Upgrades von früheren Versionen gibt es für 149 US-Dollar. Der Quereinstieg über Photoshop Elements oder Photoshop LE sei für 499 US-Dollar direkt über den Hersteller möglich.

Informationen zu Photoshop 6 finden Sie im Test Bildbearbeitung fürs Web. Der Report Grafikeffekte zum Nulltarif informiert über kostenlose Plug-ins für Grafikprogramme. (uba)