Microsoft Cloud-Speicher

OneDrive-Dateien per Browser zu einem anderen Anbieter migrieren

08.02.2018 von Thomas Rieske
Wer seine Dateien bislang Microsoft OneDrive anvertraut hat, nun aber beispielsweise zu Google Drive wechseln will, muss nicht alle Daten downloaden, um sie anschließend beim neuen Provider wieder hochzuladen. Viel bequemer und schneller funktioniert es mit einem Webservice.

Das müssen Sie über Mover wissen

Das kanadische Unternehmen Mover bietet einen entsprechenden Dienst für die Datenmigration an. Das anfängliche Freemium-Modell hat der Provider im Sommer 2016 aufgegeben, um sich vollständig auf Enterprise-Kunden zu konzentrieren. Die neue Zielgruppe zahlt nach einem abgestuften Plan einen Mindestbetrag von 20 US-Dollar und erhält dafür unter anderem Unterstützung für mehrere Benutzer oder Premium-Cloud-Services wie Amazon S3 oder Dropbox Business.

Setup des Tools Mover

Um die Services zu nutzen, müssen Sie sich auf der Homepage von Mover registrieren. Danach können Sie sich einloggen und sofort loslegen. Über den Transfer Wizard legen Sie fest, zwischen welchen Cloud-Diensten Sie Daten kopieren möchten. Dazu ist es notwendig, sich gegenüber der Quelle und dem Ziel der Transaktion mit den jeweiligen Anmeldedaten zu autorisieren.

Bildergalerie:
Microsoft OneDrive - Datenmigration
Der Webdienst Mover konzentriert sich nur noch auf Geschäftskunden. Die freien Services wurden zum 15. August 2016 eingestellt.
Microsoft OneDrive - Datenmigration
Enterprise-User zahlen abhängig von Transfervolumen und Anzahl der Nutzer eine Einmalgebühr oder schließen ein Jahresabonnement ab.
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Mover verbindet sich mit einer Vielzahl von Cloud-Anbietern, darunter Google Drive, Amazon S3 und Microsoft OneDrive.
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Nachdem Sie Ihren neuen Account erstellt haben, können Sie sich mit der angegebenen E-Mail-Adresse und Ihrem Passwort auf der Mover-Website anmelden.
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Sie werden danach zum Transfer Wizard weitergeleitet. An dieser Stelle können Sie Quelle und Ziel im Browser per Mausklick auswählen.
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Wenn Sie den Mauszeiger auf einen Listeneintrag bewegen, erscheint ein Authorize-Button. Diese Schaltfläche müssen Sie anklicken, damit eine Verbindung aufgebaut werden kann. In unserem Beispiel wählen wir OneDrive aus.
Microsoft OneDrive - Datenmigration
Anschließend können Sie den Anzeigenamen für die Verbindung anpassen.
Microsoft OneDrive - Datenmigration
Im folgenden Dialog melden Sie sich mit Ihrem Microsoft-Konto bei OneDrive an.
Microsoft OneDrive - Datenmigration
Nun noch das dazugehörige Passwort eingeben – fertig.
Microsoft OneDrive - Datenmigration
Microsoft fragt noch einmal nach, ob Sie Mover die Berechtigung für den Zugriff auf OneDrive-Dateien einräumen wollen.
Microsoft OneDrive - Datenmigration
Die gleiche Prozedur gilt es, für das Ziel zu wiederholen, in dem Fall für Google Drive.
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Zunächst geben Sie also einen Anzeigenamen für den entsprechenden Mover-Connector an
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Falls Sie nicht bereits mit einem Google-Konto angemeldet sind, werden Sie nun dazu aufgefordert.
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Nachdem Sie den gewünschten Account ausgewählt haben, geben Sie das Kennwort dafür ein und klicken auf den Anmelden-Button.
Microsoft OneDrive - Datenmigration
Wie bereits bei der Quelle müssen Sie ebenfalls den Berechtigungen für die Ziel-Cloud zustimmen.
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Zum Schluss wählen Sie die zu kopierenden Dateien und Ordner aus, geben den Zielpfad an und klicken auf "Continue".
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Unter dem Tab "Activity Logs" können Sie nachforschen, ob ein Transfer erfolgreich verlaufen ist oder Fehler aufgetreten sind. Die vordefinierten Filter und Sortieroptionen helfen dabei.
Microsoft OneDrive - Datenmigration
CloudFuze ist ebenfalls ein Webdienst mit der gleichen Zielgruppe wie Mover. CloudFuze lässt sich aber 30 Tage kostenlos nutzen, sodass Sie vorab prüfen können, ob das Angebot Ihren Wünschen entspricht.
Microsoft OneDrive - Datenmigration
Eine weitere Alternative haben Sie mit CrossCloud. Das Unternehmen mit Sitz in Graz bietet neben einer kommerziellen Business-Lösung eine für Privatnutzer kostenlose Cloud-Management-Software für Apple Macintosh und Microsoft Windows an.

Mover konfigurieren

Mover stellt anschließend die Verbindung zwischen beiden her, und Sie können die gewünschten Files über den Browser vom bisherigen zum neuen Cloud-Provider kopieren. Der Anbieter übernimmt hierbei eine Vermittlerrolle, indem er eine Kopie der jeweiligen Dateien von der Quelle auf einen eigenen Server herunterlädt und sie von dort zum Ziel hochlädt. Welche Daten Sie wann übertragen haben, können Sie im Activity Log erkennen. Dieses Protokoll lässt sich anhand vorgegebener Kriterien filtern und sortieren, sodass etwa fehlgeschlagene oder unvollständige Transaktionen schnell ins Auge fallen.

Auf Sicherheit achten

Wenn der Upload erfolgreich verlaufen ist, löscht Mover nach eigenen Angaben die auf dem Server zwischengespeicherten Files wieder. Unabhängig davon, ob Sie dieser Aussage vertrauen, sollten Sie Dateien grundsätzlich verschlüsseln, bevor Sie sie in die Cloud hochladen. Das lässt sich bequem mit einem Tool wie Boxcryptor oder Duplicati erledigen.

CloudFuze als Alternative zu Mover

Den gleichen Ansatz wie Mover verfolgt CloudFuze. Dieser Webdienst bietet allerdings den Vorteil, dass Sie ihn 30 Tage lang kostenlos ausprobieren können. Für Privatanwender schließlich gibt es als Gratis-Alternative CrossCloud. Die österreichische Firma setzt aber auf ein klassisches Client-Programm, das für Mac- und Windows-Rechner heruntergeladen werden kann. Zusätzlich hat CrossCloud auch eine Business-Lösung im Portfolio. (hal)