Tools zum Rippen von MP3s

Die besten MP3- und Player-Tools für Windows

24.11.2012 von Ramon Schwenk
Mit Musikdateien - speziell mit MP3-Songs - lässt sich am PC eine Menge anstellen. Wir zeigen Ihnen, welche Tools Sie zum Rippen, Mitschneiden, Verwalten und Abspielen brauchen. Alle Tools laufen auch unter Windows 7.

Wenn es ein universelles Format für Musikdateien gibt, dann ist es der Quasi-Standard MP3. Kein anderer Audio-Dateityp findet Soft- und Hardware-seitig so große Unterstützung. Der Einstieg gelingt am einfachsten, wenn Sie mit ein paar fertigen Musikstücken experimentieren. Entweder Sie laden sich dazu einige MP3-Dateien aus dem Internet herunter, oder Sie lesen Ihre nicht kopiergeschützten Musik-CDs digital aus.

Fürs CD-Ripping - auch Audio-Grabbing genannt - benötigen Sie ein geeignetes Programm. Falls Ihre Brenn-Software kein brauchbares Ripper-Modul besitzt, greifen Sie zu einer Freeware-Alternative, wie wir sie vorstellen. Tools sind es auch, mit denen Sie dem Songarchiv Struktur verleihen, die Audio-Tags vereinheitlichen und bestimmte Titel schnell auffinden.

Bildergalerie: Mit Musikdateien - speziell mit MP3-Songs - lässt sich am PC und unterwegs auf einem Audio-Player jede Menge anstellen. Wir zeigen Ihnen, welche Tools Sie zum Rippen, Mitschneiden, Verwalten und Abspielen brauchen.
Freerip: Musik digital von Audio-CDs extrahieren.
Mufin Musicfinder: Immer die richtigen Songs parat.
Stationripper: Web-Radio als Quelle für ein Musikarchiv.
Tunebite: DRM-Kopierschutz legal umgehen.
Media Monkey: Übersicht im Audioarchiv
MP3Tag: Schnellsortierung für Songs.
MP3find: Einfaches Stöbern im Musikbestand.
Winamp: Player mit neuen Einstellmöglichkeiten.
Foobar 2000: Flexibler und flinker Audio-Player.
1by1: Auf nötigste abgespeckter MP3-Spieler.
WX-Musik: Audiomanager mit eingebautem Webserver.
MP3Test: Defekte Audiodateien finden und löschen.
Jukebox 2k: Wiedergabesysteme zum Abspielen des Archivs.
MP3 Administration: Hilft beim Katalogisieren.
Songbird: Zusatz-Tool zum Managen von Audiodateien.
Player und Musikarchiv: JetAudio ist eine umfangreiche Multimedia-Anwendung, die neben Audiodateien auch Videos unterstützt.
Schnittprogamm: Audacity ist ein freier Audioeditor mit Recording-, Mix- und Klangoptmierungsfunktionen.
Songwahl: In Quintessential Media Player haben Sie auf die Titel in der Wiedergabeliste jederzeit direkten Zugriff.

Player-Tools, mit denen sich Musikdateien abspielen lassen, gibt es wie Sand am Meer. In puncto Funktionsumfang und Bedienung sind allerdings beträchtliche Unterschiede zu registrieren. Deshalb stellen wir gleich mehrere davon vor. Wie immer haben wir - wo es möglich war - Gratis-Utilities den Vorzug gegeben.

Update: Freerip: Musik digital von Audio-CDs extrahieren

Das werbefinanzierte Freerip ist der Spezialist unter den Rippen für das OGG-Vorbis-Format. Dabei ist es gleichgültig, ob Sie eine (nicht kopiergeschützte) Audio-CD in Ihr Laufwerk einlegen oder sich die Dateien bereits auf Ihrer Festplatte befinden.

Falls es sich um eine gekaufte CD handelt, werden automatisch Titel- und Interpretendaten aus einer Online-Titeldatenbank hinzugefügt. Dabei lässt sich mit Hilfe von Variablen einstellen, in welcher Anordnung der Dateiname erscheinen soll. Die englischsprachige Freeware speichert Dateien in allen gängigen Bit-Raten - egal, ob fest oder variabel.

Nicht mehr weiterentwickelt wird Cdex: Es liest die eingelegte CD ebenfalls automatisch ein und fügt, sofern vorhanden, Titel und Interpret hinzu. Neben gängigen festen Bit-Raten lassen sich auch platzsparendere variable Bit-Raten auswählen. Das Tool fügt Jitter-Korrekturen durch, passt die Lautstärke mehrerer Tracks aneinander an und liest Musikstücke über den Analogeingang der Soundkarte ein. Damit eignet es sich auch zum Digitalisieren Ihrer Vinylplatten. Gegenüber dem moderneren Freerip kann Cdex mit der Möglichkeiten punkten: Auch Schallplatten zu digitalisieren.

Alternativen zu Freerip und CDex: Bonkenc und Audiograbber sind ebenfalls kostenlose Song-Ripper, die an die beiden vorgestellten Tools funktionsbedingt aber nicht ganz herankommen.

Mufin Musicfinder: Immer die richtigen Songs parat

Schnell kommen einige Hundert oder Tausend MP3-Dateien auf der Festplatte zusammen. Sobald Sie versuchen, die Musikwiedergabe der derzeitigen Stimmungslage oder einer bestimmten Stilrichtung anzupassen, stehen Sie vor einem Problem: Wie nur die passenden Songs aus dem Archiv herausfischen? Der Mufin Musicfinder von Magix sorgt hier für Abhilfe und sucht für Sie genau die Musik heraus, die Sie sich gerade wünschen.

Der Trick: Die Software analysiert alle Musiktitel, die sich auf dem PC befinden mithilfe eines Audio-ID-Verfahrens. Die Songs werden dabei auf semantischer Basis bewertet.

Die Bedienung ist simpel: Sie wählen einen Song aus und weisen die Software an, weitere, passende Songs aus Ihrem Musik-Fundus zu suchen. Das funktioniert erstaunlich gut, allerdings hängt die Treffsicherheit auch von der Größe des jeweiligen Musikarchivs ab - denn wo keine Musik ist, kann auch kaum etwas passende gefunden werden.

Wichtig: Nach dem Ausprobieren des Tools müssen Sie sich kostenlos beim Hersteller registrieren In der Gratis-Version sind alle wichtigen Funktionen enthalten, die 20 Euro teure Premium-Version bietet einige Extras mehr.

Update: Stationripper: Web-Radio als Quelle für ein Musikarchiv

Tausende kostenlose Radio-Streams im Web bieten Musik, Reportagen, Hörspiele und mehr. Hören Sie genau das, was Sie wollen - und holen Sie sich gratis und legal eine Riesenauswahl an MP3-Dateien auf die Platte. Das wohl größte Portal mit Web-Radiostationen heißt Shoutcast. Unter http://www.shoutcast.com finden Sie derzeit rund 9000 Sender mit den unterschiedlichsten Ausrichtungen.

Das in der Basisversion kostenlose Stationripper nimmt Radioprogramme aus dem Internet auf. Dazu ruft das englischsprachige Tool die Liste der verfügbaren Shoutcast-Stationen im Internet auf. Sie können nun eine oder mehrere Stationen auswählen, die das Utility mitschneiden soll. Wenn Ihre Internet-Verbindung es zulässt, können Sie so mehrere Dutzend Streams gleichzeitig aufnehmen.

Jeder Titel wird mit den übertragenen ID3-Tag-Daten als einzelne MP3-Datei auf Platte geschrieben. Praktisch ist die "Memory Recording"- Funktion: Wenn das Tool einen Titel erwischt, der sich schon auf der Platte befindet, wird er übersprungen.

Alternative zu Stationripper: Clipinc nimmt statt Web-Radio Musik aus dem herkömmlichen Radioprogramm auf. Dazu schließen Sie einen Tuner an die Soundkarte an. Der Clou: Clipinc lädt Schnittlisten aus dem Internet und unterteilt den Mitschnitt automatisch in einzelne Titel.

Update: No. 23 Recorder: Audio-Streams von der Soundkarte rippen

Mit No. 23 Recorder zeichnen Sie Audiodaten auf dem PC auf. So lassen sich beispielsweise gestreamte Audiodateien aufnehmen. Das Tool eignet sich auch optimal zum Digitalisieren von analogen Schallplatten. Die Dateien werden im WAV- oder MP3-Format in CD-Qualität abgespeichert. Über das Einstellfenster legen Sie fest, ob das Tool permanent die letzten Sekunden aufzeichnen soll. So können Sie, wenn Sie etwa ein gutes Lied erkennen, nachträglich noch schnell den Anfang des Titels speichern.

Alternative zu No. 23 Recorder: Die gut gepflegte Shareware Super MP3-Recorder nimmt komfortabel Musik aus unterschiedlichen Quellen auf.

Update: Tunebite: DRM-Schutz legal umgehen

Weil Sie nach dem geltenden Urheberrecht kopiergeschützte CDs und Musik-Downloads nicht digital duplizieren dürfen, weichen Sie auf das analoge Rippen der Songs aus. Einen interessanten Ansatz zum analogen Mitschneiden verfolgt die 15 Euro teure Shareware Audials Tunebite: Das Tool lässt sich so konfigurieren, dass es automatisch aufnimmt.

Der Anwender muss lediglich die abzuspielenden Songs auswählen, den Rest erledigt die pfiffige Shareware. Die Mitschnitte legt das Programm in den Formaten OGG, WMA und MP3 auf der Festplatte ab. Allerdings ist für das Speichern im MP3-Format der kostenlos im Internet zu findende Lame-Encoder nötig.

Haben Sie den MP3-Encoder aus dem Web geladen und das Archiv extrahiert, klicken Sie im Tunebite-Register Encoder auf Importiere mp3 lame - Encoder, geben den Pfad zur Datei Lame_enc.DLL an und bestätigen mit Öffnen.

Immer noch im Register "Encoder", legen Sie die Ausgabequalität der MP3-Dateien fest. Empfehlenswert sind Bitraten zwischen 192 und 256 KBit pro Sekunde im Stereomodus. Höhere Bitraten beanspruchen mehr Speicherplatz auf Festplatte.

Abschließend wählen Sie Soundkarte und Quelle aus und klicken auf Automatische Konfiguration. Dann passt Tunebite die Aufnahmelautstärke in Eigenregie an. Alternativ dazu besteht auch die Möglichkeit, den Eingangspegel mithilfe eines Testtons manuell einzustellen. Ist die grundlegende Konfiguration beendet, verlassen Sie den Dialog mit einem Klick auf OK. Tunebite ist nun für die erste Aufnahme einsatzbereit.

Update: MP3Tag: Schnellsortierung für Songs

Wer eine Musiksammlung im MP3-Format anlegt, benötigt ein möglichst einfaches Tool zum Überarbeiten von ID3-Tags, mit dem man ohne Einarbeitung loslegen kann. Hierfür bietet sich das kostenlose MP3Tag an.

Ein Klick auf das Menü-Symbol Verzeichnis wechseln… öffnet den Datei-Auswahldialog. Sie markieren den Ordner, in dem die zu taggenden MP3-Dateien gespeichert sind, und bestätigen mit OK. Sobald das Tool die ID3-Infos ausgelesen hat, zeigt es die Dateien im Hauptfenster an.

Möchten Sie die ID3-Tags einzelner MP3-Songs editieren, klicken Sie das entsprechende Lied an und füllen die in der linken Spalte platzierten Eingabefelder aus. Infos, die für mehrere Dateien identisch sind - also etwa Interpret oder Album - müssen Sie nur einmal eingeben. Sobald Sie mehrere Einträge markiert haben, erscheint in den Eingabefeldern automatisch die Angabe <beibehalten>. Sie müssen also nur noch die für alle ausgewählten Dateien geltenden Informationen eintippen und auf das Menü-Symbol Speichern klicken - den Rest erledigt das Programm.

Alternative zu MP3Tag: Ähnlich wie MP3Tag funktioniert Tag and Rename, allerdings ist es Shareware und kostet 30 Dollar.

Update: MediaMonkey: Übersicht im Audioarchiv

Der Funktionsumfang der Audiobibliotheks-Software MediaMonkey beeindruckt: Die Software kommt mit MP3-, OGG- und WMA-Dateien zurecht und ist mit einem eigenen Media-Player ausgestattet.

Beim Einlesen und Rubrizieren der Musikdateien nutzt das Tool die in den ID3-Tags gespeicherten Infos. Fehlen diese, zieht es den Dateinamen zu Rate. Die eingängige Oberfläche macht den Zugriff auf die Musiksammlung leicht. Neben den Verwaltungsoptionen bietet das Tool ein vollwertiges Wiedergabemodul und eine Brennfunktion.

Zudem kann die Software Musik vom Rechner auf portable Geräte übertragen. Weiterführende Funktionen, etwa die "Erweiterte Suche" und "Wiedergabeliste exportieren", sind in der Freeware-Variante inaktiv. Um diese nutzen zu können, müssen Sie auf die Gold-Version (rund 20 Dollar) umsteigen..

Update: MP3find: Einfaches Stöbern im Musikbestand

Mit Mp3find verwalten Sie Ihre MP3-Dateien auf dem Rechner und steuern mehrere MP3-Player gleichzeitig, etwa als DJ oder bei Ihrer eigenen Party. Beim ersten Start lassen sich sämtliche MP3-Dateien auf dem Rechner und auf externen Datenträgern für die Suchroutine indizieren.

Über den "Spezial"-Button finden Sie doppelt vorhandene Dateien, sortieren Dateien nach ihrer Größe oder ihrem Namen und benennen die MP3s anhand von ID3-Informationen einheitlich um. Um sämtliche Funktionen der Freeware nutzen zu können, benötigen Sie den MP3-Player Winamp.

Das Tool Blinkx Search erstellt einen Stichwortindex der Dateien, die auf Ihrer Festplatte gespeichert sind. Die Stärke der Freeware liegt darin, dass sie viele Formate unterstützt, darunter auch die Tag-Infos in MP3-Dateien. Die Indizierung läuft auf Wunsch permanent im Hintergrund. Für die Suche nach Dateien auf der eigenen Festplatte oder auf verbundenen Netzlaufwerken ist das Tool empfehlenswert.

Update: Winamp: Player mit Einstellmöglichkeiten

Nullsofts Winamp war lange vor dem Windows Media Player die Standardlösung, wenn es um Musikgenuss am PC ging. Auch heute kommt man auf der Suche nach einem adäquaten Ersatz kaum um Winamp herum. Die Software spielt fast alle bekannten Musikdateiformate, beispielsweise MP3, Ogg Vorbis und WAV bereits in der Grundkonfiguration ab und gibt Videos wieder. Auch Internet-Streams, über die Online-Radiosender ihr Programm verbreiten, bringt der Player zu Gehör, sofern es sich um solche im Shoutcast- oder Icecast-Format handelt.

Mit der "Media Library" getauften Medienbibliothek verfügen Winamp-Anwender über eine zentrale Verwaltung für Audio- und Videodateien, Playlists, Internet-Streams und Podcasts. Bei letzteren handelt es sich um Audiodateien, die Winamp automatisch abruft und zum Anhören auf Ihren Rechner herunterlädt.

Über die Media Library starten Sie die Wiedergabe von Audiodateien, Audio-CDs und andere Medien. Richtig nützlich ist die Funktion "Local Media". Beim ersten Start fragt Winamp nach dem Verzeichnis, in dem Ihre Songs liegen, erstellt daraus einen Katalog aller Stücke und überwacht den Ordner künftig auf neue Dateien. Um Lieder von der Bibliothek in die Playlist zu befördern, klicken Sie diese mit der rechten Maustaste an und wählen im Kontextmenü "Send to playlist".

Winamp: Plug-ins aus dem Internet

Wie kein anderer Player lässt sich Winamp durch den Anwender um zusätzliche Möglichkeiten bereichern. Neue Funktionen rüsten Sie etwa mit Plug-ins nach, kleinen Programmen, die Sie zumeist gratis aus dem Internet herunterladen können. Die dafür von den Winamp-Programmierern entwickelte Schnittstelle ist weit verbreitet, so dass Winamp-Plug-ins auch in vielen anderen Playern funktionieren.

Beliebt sind DSP-Plug-ins (Digitaler Signalprozessor), die mehr Funktionen zur Anpassung des Klangs an den persönlichen Geschmack bieten als der bereits in Winamp integrierte 10-Band-Equalizer. So peppt beispielsweise Enhance MP3 Ihre MP3-Songs bei der Wiedergabe auf und das Karaoke-Plug-in DeFX entfernt die Stimme. Beide Downloads finden Sie in der riesigen Plug-in-Bibliothek auf http://www.winamp.com/.

Die Wichtigsten Erweiterungen für Winamp bietet das Winamp Essentials Pack. Hier finden Sie eine Reihe von praktischen Erweiterungen für die Bedienerführung, für die Verwaltung von Skins sowie für die Erstellung und Verwaltung von Playlists. Außerdem unterstützt der Gratis-Media-Player nun auch das Apple- Lossless-Format und RIFF-WAV und enthält einen Ogg-Vorbis-Encoder.

Update: Foobar 2000: Flexibler und flinker Audio-Player

Die durch und durch auf Funktionalität getrimmte Freeware Foobar 2000 kommt vor allem bei Musikfans gut an, die Wert auf perfekten Klang und weniger auf eine peppige Programm-Oberfläche legen.

Trotz des riesigen Funktionsumfangs verbraucht das von Winamp-Entwickler Peter Pawlowski programmierte Foobar 2000 kaum fünf Megabyte Arbeitsspeicher. Sein Funktionsumfang ist stärker als bei anderen Playern von Plug-ins abhängig, so dass Sie es über die Auswahl der für Sie wichtigen Zusatzprogramme selbst in der Hand haben, die Software auf Ihre Bedürfnisse abzustimmen. Das beginnt schon bei der Frage, wie viele Dateiformate Foobar 2000 unterstützen soll. Die Lite-Version der Freeware bringt nur die wichtigsten Input-Plug-ins für MP3, Ogg Vorbis, WAV und einige andere mit, während es die Normal-Version auf knapp zwanzig und die Special-Version sogar auf annähernd dreißig Formate schafft. Und wer einfach nur die schlanke Lite-Version gezielt mit den für ihn wichtigen Input-Plug-ins aufrüsten will, ist ebenfalls willkommen: Sämtliche Plug-ins stehen auch einzeln zum Download bereit.

1by1: Auf nötigste abgespeckter MP3-Spieler

Wo andere Player mit immer weiter wachsendem Funktionsumfang versuchen, möglichst vielen Anforderungen gerecht zu werden, ist Schlichtheit oberstes Gebot bei der Programmierung der Freeware 1by1.

Das Programm stellt Ihren Musikordner in einer Baumansicht dar, genauso wie der Windows Explorer. Um die Wiedergabe zu beginnen öffnen Sie einfach den Ordner mit dem gewünschten Album und klicken auf den Play-Knopf, wodurch der Ordner-Inhalt in der Wiedergabeliste landet. Möchten Sie einzelne Songs nicht hören, markieren Sie diese und drücken die Entf-Taste.

1by1 entfernt sie daraufhin nur aus der Playlist, nicht aber von der Festplatte. Bei Bedarf lassen sich Wiedergabelisten auch im M3U-Format abspeichern, das sich bei den meisten Playern als Standard etabliert hat.

Unterbrechen Sie die Wiedergabe, merkt sich das englischsprachige Programm die aktuelle Position und setzt sie später an der gleichen Stelle wieder fort. Neben MP3 spielt das Programm auch MP2 Dateien und lässt sich mit Winamps Input-Plug-ins um zusätzliche Formate ergänzen.

1by1 beherrscht lückenlose Wiedergabe und Cue-Sheets und gibt sich auch im Ressourcenverbrauch sparsam. Dafür müssen Sie auf jeglichen optischen Augenschmaus verzichten. Das Programm ist zwar übersichtlich, bietet aber weder Skins noch Visualisierungen.

WX-Musik: Audiomanager mit eingebautem Webserver

WX-Musik ist ein kostenloses Tool zum Verwalten und Abspielen von MP3- und OGG-Dateien. Mit dem Open-Source-Programm, das durch seine einfache Bedienung überzeugt, lassen sich Radio-Streams im Shoutcast-Format abspielen. Zum nahtlosen Überblenden gibt es einen Cross-Fader. Weitere praktische Funktionen sind ein Playlist-Editor, ein 16-Band-Equalizer und ein DJ-Tool, mit dem Sie per Zufallsgenerator die Musik für Ihre nächste Party auswählen können. Auf Skins oder Visualisierungen verzichtet das Tool dagegen - das wirkt sich positiv auf die Arbeitsgeschwindigkeit aus. Mit einem integrierten ID3-Tagger bringeni Sie Ordnung in die Sammlung und können viele Dateien auf einmal umbenennen.

Praktisch: Das Programm führt darüber Statistik, wann ein Song gespielt wurde, so dass man Playlisten mit Tracks erzeugen kann, die lange nicht abgespielt wurden. Solche dynamische Playlisten kann man selbst definieren, es sind aber bereits nützliche fertig enthalten.

Das Programm enthält einen internen Webserver, der Playlist nach außen streamt, sobald Sie in den Einstellungen den Server aktiviert haben. Wer also Ihre Musik hören möchte, muss die aktuelle IP-Adresse und den in den Einstellungen angezeigten Port im Browser eingeben.

Update: MP3Test: Defekte Audiodateien finden und löschen

Wenn Sie beim Abspielen von Songs bemerken, dass einige Titel fehlerhaft sind, sollten Sie Ihr Archiv auf beschädigte Dateien hin untersuchen und die betreffenden Stücke löschen.

Die 10 Euro teure Shareware MP3Test checkt Ihre MP3-Dateien im Nu. Die Bedienung ist denkbar einfach. Wählen Sie das "Suchverzeichnis:" mit Ihren MP3- Dateien aus, und klicken Sie anschließend auf "Start". Die Liste "Beschädigte Dateien" liefert detaillierte Infos zu jeder fehlerhaften MP3-Datei: Sie erfahren die Anzahl der Fehler, die Größe und den genauen Pfad der Datei.

Wenn Sie einen beschädigten Song aufgespürt haben, klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf. Nun können Sie ihn testweise abspielen, in ein anderes Verzeichnis verschieben oder gleich löschen.

Jukebox 2k: Wiedergabesysteme zum Abspielen des Archivs

Für eine ununterbrochene Musikuntermalung setzen Sie am besten ein Jukebox-Programm ein. Es gibt einen Überblick über Ihre Musiksammlung und kann den Bestand an Audiodateien in Formaten wie MP3, WMA und OGG nach zahlreichen Filterkriterien zu durchsuchen. Außerdem bieten Jukebox-Programme auch einen Player, mit dem Sie einzelne Musikstücke abspielen, Wiedergabelisten anfertigen und automatisch wiedergeben lassen.

Jukebox 2K ist eine einfache Freeware-Jukebox und unterstützt die Formate AIFF, MIDI, MP3, WAV und WMA. Außerdem kann sie Audio-CDs abspielen und sogar auf Festplatte kopieren. Die weiterführenden Optionen beschränken sich auf einen einfach gehaltenen ID3-Tag-Editor und einen Regler, mit dem sich die Abspielgeschwindigkeit der Musik stufenlos einstellen lässt.

Mehr Möglichkeiten bei der Wiedergabe bietet DSD Jukebox. Das Tool liest Dateien in den Formaten MP3, WMA, OGG und MPC. Zum Auflisten der Lieder greift es auf die ID3-Tag-Informationen zurück. DSD Jukebox lässt sich so einstellen, dass es sich nach einer bestimmten Spielzeit selbst beendet und anschließend den Rechner herunterfährt. Die "Megamix"-Funktion erlaubt es Ihnen, jeden Song nur eine bestimmte Zeit lang - beispielsweise 10 Minuten - abzuspielen, bevor die Software ein neues Lied einblendet..

ID3-Tagit: Dateistruktur und Tags für MP3-Archive

Um die Struktur eines MP3-Archivs auf Vordermann zu bringen, hilft Ihnen das Tool ID3-Tagit. Mit der Freeware können Sie anhand der Ordnerstruktur und der Dateinamen fehlende MP3-Tags automatisch nachtragen lassen. Das ist besonders wichtig, wenn Sie Songs auf einen tragbaren Player kopieren. Viele dieser Geräte und die zugehörige Software können mit Dateinamen und einer Ordnerstruktur nichts anfangen. Sie beziehen ihre Infos aus den Tags - und wenn da nichts steht, werden die Songs einfach als unbekannt abgestempelt. Umgekehrt kann ID3- Tag auch eine Ordnerstruktur anhand der Tags anlegen.

In der Funktionsweise ähnlich, allerdings mit zahlreichen zusätzlichen Spezialfunktionen ausgestattet und daher komplizierter ist The Godfather. Die Freeware verwaltet Ihre MP3-Dateien anhand der Dateinamen und ID3-Tags und erstellt Playlists mit Ihren Lieblingstiteln. Indem Sie Filter einsetzen, finden Sie beispielsweise schnell und unkompliziert alle Titel einer Gruppe oder Songs aus einer bestimmten Musikrichtung. Neben dem eigenen Rechner bezieht das Programm auf Wunsch auch Netzlaufwerke in die Suche ein. Mit den Stapelverarbeitungsfunktionen ändert das Tool in einem Rutsch bei mehreren MP3-Dateien die Bit- Rate oder die Namen automatisch nach Ihren Vorgaben.

Das Tool verfügt über eine Funktion, mit der Sie Cover-Abbildungen direkt von der Webseite Allmusic.com herunterladen und in das ID3-Tag einbinden. Die deutsche Bedienerführung finden Sie unter File, Options.

Update: Songbird: Zusatz-Tool zum Managen von Audiodateien

Man nehme eine Media-Player-Software im Stil von Apples Itunes, füge Firefox hinzu, dann schüttelt man das ganze kräftig durch und fertig ist das, was von den Mozilla-Machern als Gratis-Tool erscheinen soll. Wer nicht so lange warten möchte, der kann jetzt schon mal einen Blick auf die brandaktuelle Vorabversion von Songbird werfen - es lohnt sich!

Songbird ist eine erstklassige Verwaltungs- und Archiv-Software für die eigene Musiksammlung. Dazu ist das Programm mit guten Wiedergabefunktionen ausgestattet. Als Player verwendet ähnelt die Oberfläche stark der von Itunes. Auf Wunsch scannt Songbird Ihre Laufwerke nach abspielbaren Dateien und zeigt die gefundenen Musikstücke und Videos übersichtlich an. Oder Sie geben selbst vor, welche Audiodateien das Tool einlesen soll. Unterstützt werden alle gängigen Musikformate, darunter auch MP3, AAC, Ogg Vorbis, Flac und WMA.

Rechts neben der Adresszeile befindet sich ein Sucheingabefeld. Hier können Sie einen Musiktitel eingeben und Songbird durchsucht dann standardmäßig die persönliche Musikdatenbank. Über "Datei, Miniplayer öffnen" öffnet sich eine kleinere Variante von Songbird, die nicht so viel Platz auf dem Desktop wegnimmt.

Update: JetAudio: Musikwiedergabe mit Spezialprogramm

Ein wahrer Tausendsassa ist JetAudio. Er spielt viele Video- und Audiodateiformate ab. Der Player kann die Musik mit Live-Effekten versehen, per Equalizer verschiedene Klangstimmungen wie "Rock", "Classic" oder "Vocal" erzeugen und die Datei in einer anderen Tonhöhe oder Geschwindigkeit abspielen. Aus Playlists lassen sich leicht Audio-CDs brennen und umgekehrt Songs einer CD als Dateien auf die Festplatte speichern. Auch eine Musikverwaltung ist in die Software integriert. Dabei lassen sich Audio- und Videodateien auch in ein anderes Format konvertieren.

Player und Musikarchiv: JetAudio ist eine umfangreiche Multimedia-Anwendung, die neben Audiodateien auch Videos unterstützt.

Mit der Freeware lassen sich auch Mikrofonaufnahmen aufzeichnen und Scheiben mit Ihren Titeln brennen. Über kostenpflichtige "Extension Packs" können Sie den Player um zusätzliche Funktionen wie beispielsweise ein "MP3/mp3Pro Encoding Pack" erweitern. Die Plus-Variante von Jetaudio enthält alle diese Zusatz-Pakete und kostet 29 Dollar.

Audacity: Umfangreicher Sample-Editor

Audacity ist der Open-Source-Audio-Editor schlechthin. Sie nehmen damit nicht nur Musik über Mikrofon, Line-in und anderen Quellen auf, sondern schneiden und mischen sie nach Ihren Wünschen, und dies in mehreren Spuren. Während Sie eine neue Tonspur hinzufügen, können Sie die bisherigen abspielen lassen und sich so selbst begleiten. Exportieren lassen sich die fertig gemixten Dateien wahlweise als WAV-, MP3- oder Ogg-Vorbis-Datei. Im Editor können Sie nicht nur Klangeffekte einbinden, sondern auch Segmente einer Audiodatei ausschneiden, kopieren und an einer anderen Stelle wieder einfügen sowie Pausen ergänzen. Funktionen zum Überblenden, Rausch- und Knisterfilter sowie eine Reihe von Verfremdungseffekten lassen sich anwenden.

Schnittprogamm: Audacity ist ein freier Audioeditor mit Recording-, Mix- und Klangoptmierungsfunktionen.

Damit Sie eine Datei im MP3-Format speichern können, müssen Sie zusätzlich die Datei Lame.DLL von der Hersteller-Website herunterladen und ins Programmverzeichnis kopieren.

Quintessential Media Player: Vielseitiger Musikspieler

Die Freeware Quintessential Media Player (QMP) versteht sich als robuste und die Rechner-Ressourcen schonende Winamp-Konkurrenz, auch wenn das Tool schon etwas betagt ist. Prompt schneidet sie auch in der Disziplin Arbeitsspeicherverbrauch ordentlich ab und belegt nach dem Start gerade einmal 7 MB RAM.

Dennoch müssen QMP-Anwender auf keine wichtige Funktion verzichten. Das Plug-in-fähige Programm beherrscht von MP3 über Ogg Vorbis bis hin zu WMA (Windows Media Audio) und WMV (Windows Media Video) alle wichtigen Audio- und zahlreiche Videoformate sowie Shoutcast- und Icecast-Streams. Mit dem Quick-Track-Feature können Sie über das QMP-Symbol im Systray jederzeit mit wenigen Mausklicks zu jedem Lied in der Wiedergabeliste springen.

Songwahl: In Quintessential Media Player haben Sie auf die Titel in der Wiedergabeliste jederzeit direkten Zugriff.

QMP besorgt wie Winamp Titelinfos aus dem Internet, sobald Sie eine Audio-CD einlegen. Es spielt die Silberlinge ohne störende Unterbrechungen zwischen den einzelnen Titeln, wie sie bei anderen Playern an der Tagesordnung sind. Das zahlt sich insbesondere bei Live-Aufnahmen aus, bei denen sich Zwangspausen durch die Unterbrechungen im Applaus besonders störend bemerkbar machen. QMP kann Audio-CDs außerdem während der Wiedergabe direkt in MP3s umwandeln und auf der Festplatte speichern.