Skydrive, Picasa und ADrive
Gladinet - Online-Speicher als Laufwerk einbinden
von
Moritz JägerMoritz Jäger ist Redakteur im Software-Ressort bei TecChannel. Neben Themen rund um Open-Source, Virtualisierung und Sicherheit liegt sein Haupt-Fokus auf Anwendungen, Lösungen und Tools für die mobile Arbeitswelt, etwa Push-Mail, Übertragungstechnologien, USB-Anwendungen oder Endgeräte und deren Absicherung.
, 13.10.2011 (aktualisiert)
PDF |
eBook Aktueller Inhalt: 0 Artikel 0 News
Online-Speicherdienste wie Amazon S3, Windows Skydrive oder Google Picasa sind zwar praktisch, lassen sich aber nicht so ohne weiteres in den Windows Explorer einbinden. Gladinet behebt das Problem und integriert die Dienste als Netzwerklaufwerk.
Funktionalität: Der
Gladinet Cloud Desktop vom Hersteller
Gladinet schafft die Verbindung zwischen lokalem Dateimanager und Online-Speicherplätzen. Das Programm kann die Online-Dienste mounten und integriert sie als Netzwerklaufwerke in den lokalen Explorer. Sind die Laufwerke einmal eingebunden, unterscheiden sie sich nicht mehr von anderen Freigaben. Neben
Windows Skydrive werden auch die Dienste
Amazon S3,
Amazon Cloud Drive,
ADrive,
Google Docs (auch Google Apps),
Windows Azure, verschiedene EMC-Angebote sowie
Google Picasa unterstützt.

Praktisch: Statt auf ein Webinterface angewiesen zu sein, können Sie Ihre Online-Speicher direkt aus dem Dateimanager nutzen.
Installation: Gladinet kommt als einfache *.exe-Datei und lässt sich problemlos unter
Windows installieren. Die aktuelle Version zeigt nach der Installation einen Dialog, in dem Sie bereits erste Cloud-Speicherdienste einbinden können.
Bedienung: Anders als beim letzten Test der Software, muss nun nicht mehr zwingend ein Passwort vergeben werden. Zusätzlich können Sie die Anwendung nun bei einem
Gladinet Cloud Gateway anmelden, dieser bietet mehreren Nutzern einen zentralen Zugriff auf Speicherplatz in der Cloud. Der Gladinet Cloud Desktop gibt dem Benutzer die Wahl welchen Buchstaben das neue Laufwerk erhalten soll, ob er das Profil verschlüsseln will und ob sich die Software automatisch aktualisieren soll. Anschließend kann sich der Nutzer mit den unterstützen Online-Speicherplätzen verbinden. Dazu reicht ein Doppelklick auf den jeweiligen Dienst sowie die Eingabe von Nutzername und Passwort. Auf Wunsch kann man außerdem ein Konto bei Gladinet erstellen, in diesem werden sämtliche Einstellungen und Zugangsdaten gesichert. Sobald Sie also die Software auf einem anderen Rechner einrichten, kann der Cloud Desktop sich die Zugangsdaten direkt von Gladinet kopieren. Über eine
Backup-Komponente lassen sich die wichtige Daten automatisch sichern. Seit der Version 3.0 lassen sich auch über mehrere verschiedene Computer lokale Ordner synchronisieren.
Für Business-Anwender bietet Gladinet eine Cloud für Team (Beta). Hier sollen zentral die Cloud-und Lokalordner verwaltet werden können. Das Besondere: ein Ordner kann für mehrere Mitarbeiter frei gegeben werden. Den verschiedenen Mitarbeitern sollen dann noch individuelle Ordnerrechte zugewiesen werden können.
Fazit: Gladinet schafft den Brückenschlag zwischen lokalem und in-the-Cloud-Speicher. Die Integration ist sehr gut gelungen, nach dem Initialsetup merkt man von dem Programm kaum noch etwas. Naturgemäß ist der Zugriff auf die Web-Laufwerke zwar etwas langsamer als bei lokalen
Festplatten oder
NAS-Systemen, einem Web-Interface ist die Lösung aber allemal überlegen. Von der Software gibt es eine kostenlose Starter-Edition. Außerdem steht eine Professional-Version zur Verfügung, die mit mehr Funktionen aufwarten kann. Einen Überblick über die Funktionen der unterschiedlichen
Ausgaben finden Sie hier. (mja/mst)
Gladinet Cloud Desktop | Version: | 3.2 |
| Hersteller: | |
| Download Link: | |
| Sprache: | englisch |
| Preis: | kostenlose Starterversion, kostenpflichtige Professional und Enterprise Variante |
| System: | Windows XP, Vista, Windows 7, Windows 2003/2008 |
| Alternativen: | Netzwerklaufwerk |