Time to say goodbye

Wann es Zeit zum Jobwechsel ist

18.05.2014 (aktualisiert) | von Andrea König (Autor) 
freie Autorin in Hamburg
Foto: B. Wylezich - Fotolia.com
Foto: B. Wylezich - Fotolia.com
Es laufen seltsame Dinge in Ihrem Unternehmen ab? Außerdem haben Sie das Gefühl, um die Zukunft Ihrer Firma sieht es nicht rosig aus. Unsere amerikanische Schwesterpublikation CIO nennt neun Gründe, wann es Zeit ist, sich nach einem neuen Job umzuschauen.
Geht es der Firma schlecht, so wird natürlich versucht, an allen Ecken und Enden zu sparen. Oft enden die Kosteneinsparungen bei Entlassungen. Will man dem zuvorkommen, sollte man auf folgende Anzeichen im eigenen Unternehmen achten:

1. Zahlungsschwierigkeiten des Arbeitgebers

Wenn einem auffällt, dass die Firma ihren Dienstleistern das Geld nicht mehr pünktlich überweist oder die Aktie schwächelt, könnte der eigene Job wackeln. Besonders, wenn das Gehalt nicht mehr pünktlich auf dem Konto eintrifft. Spätestens dann sollten Mitarbeiter ihren Lebenslauf aktualisieren und sich auf das Schlimmste gefasst machen.

2. Kein Weiterbildungsangebot

Um ihre Talente zu halten, fördern viele Unternehmen ihre Mitarbeiter mit Personalentwicklungsprogrammen. Stellt sich ein Arbeitgeber nun bei Fortbildungskursen quer und kürzt drastisch das Weiterbildungsbudget, scheint das Interesse an der Mitarbeiterentwicklung gering zu sein.

3. Leidenschaft fehlt

Fehlt das Feuer für den Beruf und quält sich jeden Morgen ins Büro, sollte man über einen Wechsel nachdenken. Am ungeliebten Job festzuhalten, hilft weder dem eigenen Wohlbefinden noch der Karriere. Ernst sollte man zum Beispiel die Hinweise nehmen, wenn die Gedanken an den Job einem den Schlaf rauben.

4. Arbeitgeber nicht wettbewerbsfähig

Anzeichen für einen notwendigen Aufbruch können auch sein, wenn das Management zu wichtigen Fragen keine Stellung nimmt, die Produktpalette nicht mehr zeitgemäß ist oder die Wettbewerber deutlich bessere Leistungen anbieten. All dies sollte man als Hinweise nehmen, dass es Zeit für eine neue Aufgabe wird.

5. Kommunikation nimmt ab

Besonders in wirtschaftlich durchwachsenen Zeiten neigen viele Unternehmen dazu, weniger Informationen preiszugeben. Anstatt schlechte Nachrichten transparent mitzuteilen, sagen einige Arbeitgeber dann lieber gar nichts. Finden viele Sitzungen hinter verschlossenen Türen statt und schweigt der eigene Vorgesetzte zu den Entwicklungen, sollte man sich ebenfalls über einen Jobwechsel Gedanken machen.

6. Talente verlassen das Unternehmen

Beunruhigend kann auch sein, wenn Leistungsträger die Firma verlassen. Dass Talente weiterziehen, ist normal. Doch wenn sich dies häuft, könnte das ein Zeichen dafür sein, dass ein Unternehmen nicht mehr so stark und wettbewerbsfähig ist, wie es einmal war.

7. Umstrukturierungen drohen

Restrukturierungen können ein Zeichen dafür sein, dass der Arbeitgeber wirtschaftlich schwächelt. Bemerkbar macht sich so was, wenn zum Beispiel der Vorgesetzte plötzlich ausgetauscht wird oder Kollegen beziehungsweise ganze Teams ohne nachvollziehbare Erklärung versetzt werden.

8. Arbeitgeber verordnet Einstellungsstopp

Beobachtet man, dass freie Stellen vom Arbeitgeber nicht neu besetzt werden, kann diese Entwicklung ein Zeichen für mögliche finanzielle Probleme des Arbeitgebers sein, so die Analyse der amerikanischen Schwesterpublikation. Schwierig gestaltet sich dies für die verbliebenen Mitarbeiter vor allem dann, wenn sie deshalb zusätzliche Aufgaben übernehmen müssen. Auch in einem solchen Fall könnte es an der Zeit sein, sich nach etwas Neuem umzusehen.

9. Keine Beförderung in Sicht

Wer in seiner derzeitigen Tätigkeit sein Bestes gibt, aber nicht vorankommt und bei Beförderungen wiederholt übersehen wurde, sollte über einen Wechsel nachdenken. Besonders wenn der eigene Chef die Aufstiegswünsche kennt, aber anderen Mitarbeitern den Vorzug gibt, sollte man das als Zeichen für eine Veränderung sehen.
Quelle Teaserbild: B. Wylezich - Fotolia.com
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