SuSE präsentiert Linux für IBM-Mainframes

Mit dem "SuSE Linux Enterprise Server for S/390" steht ab sofort eine vollwertige Linux-Distribution für Großrechner zur Verfügung. Damit lässt sich das Open-Source-Unix jetzt in Unternehmen durchgängig vom Mainframe bis zum PC-Client einsetzen.

Das Mainframe-Linux eignet sich für IBMs G5/G6-Server sowie die verbreiteten Multiprise-3000-Systeme. Drei Installationsvarianten stehen zur Verfügung: Innerhalb einer logischen Partition (LPAR), als Gastsystem unter VM/ESA oder im Rahmen der Virtual Image Facility (VIF). Ein VIF-Setup ermöglicht es, auf einer S/390 mehrere tausend unabhängige Linux-Images einzurichten. Parallel lassen sich auch OS/390 oder VSE/ESA weiter betreiben.

Heavy Metal: SuSE Linux Enterprise Server for S/390 bedient von IBM-Mainframes aus mehrere tausend User.

Wie der Entwicklungsleiter Marcus Kraft gegenüber tecChannel.de betonte, basiert der Enterprise Server for S/390 auf dem gleichen Quellcode wie die anderen SuSE-Produkte. Das Paket beinhaltet mehr als 700, speziell für den Unternehmenseinsatz angepasste Anwendungen. Aufgrund der identischen APIs können Entwickler Applikationen am PC erstellen und anschließend problemlos auf den Mainframe migrieren. Auch die Systemadministratoren profitieren von den einheitlichen Setup- und Konfigurationsverfahren.

SuSE Linux Enterprise for S/390 setzt sich als Paketlösung aus der Software sowie den Komponenten Setup, Wartung und Support zusammen. Das Dienstleistungsspektrum umfasst unter anderem Installationsplanung, Dokumentation, laufende Updates sowie Level-3-Support mit abgestuften Reaktionszeiten. Als Kostenpunkt für eine typische Installation nennt SuSE einen Betrag von 5000 US-Dollar monatlich.

Weitere Informationen zu Linux-Distributionen finden Sie in unseren Tests, Linux für den Desktop und Linux für Server. (jlu)