Heimorchester via MIDI-Keyboard

Die Software UNIVATOR 9.0 benötigt nur ein einfaches Master- oder MIDI-Keyboard und eine ordentliche Soundkarte wie die Creative Audigy 4. Schon verwandele sich der Rechner in eine vollwertige Computerorgel. Das verspricht der Schweizer Anbieter Universa Software.

Sinn macht das Musizieren am Computer in erster Linie, weil der PC die erzeugten Klänge auch gleich speichern kann. Einmal digitalisiert, lässt sich die Musik in zahlreiche Programme übernehmen, um ihr hier den letzten Schliff zu erteilen.

Der UNIVATOR 9.0 benötigt nur ein einfaches Master- oder MIDI-Keyboard. Eine Creative Soundkarte liegt anbei. Foto: Universa Software
Der UNIVATOR 9.0 benötigt nur ein einfaches Master- oder MIDI-Keyboard. Eine Creative Soundkarte liegt anbei. Foto: Universa Software

Bislang musste der Musiker allerdings ein meist teures Keyboard verwenden, um wohltönende Klänge zu erzielen. Der UNIVATOR 9.0 umgehe das Finanzdilemma, so Universa. Denn das Programm spreche auf ein einfaches Master- oder MIDI-Keyboard an. Ein solches sei entweder bereits in vielen Haushalten vorhanden oder könne billig erworben werden. In Kombination mit einer guten Soundkarte entstehe eine professionelle Computerorgel zu circa einem Fünftel des ansonsten üblichen Preises, heißt es weiter.

Der Musiker könne nun bis zu acht Instrumente gleichzeitig spielen, ein Rhythmusgerät einsetzen und eine Begleitautomatik starten. Mit ihr ließen sich so gut wie alle Yamaha-PSR-Styles wiedergeben. „Der UNIVATOR arbeitet dabei nicht als Sequenzer, sondern ist ein Instrument, das ganz auf das Live-Spiel des Musikers ausgerichtet ist“, so Daniel Oswald, Geschäftsführer von Universa Software.

Der UNIVATOR arbeitet gleichzeitig auch als VSTi-Host. So sei es möglich, eine große Anzahl von Plugins anzusprechen. Damit lasse sich die Computerorgel hinsichtlich Möglichkeiten und Tonvielfalt noch erheblich erweitern.

Viele Plugins liegen der Software zur freien Verwendung bei. Hinzu kommen über 1.100 Styles (Rhythmen), über 1.900 Instrumente und mehr als 1.900 Geräusche. Letztere eignen sich für die Ausgestaltung einer akustischen Hintergrundkulisse für den selbst komponierten Song. Integriert sind auch rund 1.000 Karaoke-Dateien im MIDI-Format, die sich ohne Gesang abspielen lassen. Den könne der Anwender selbst beisteuern.

Der UNIVATOR spricht bei Bedarf bis zu fünf Soundkarten gleichzeitig an. So ist es etwa möglich, dass jedes Instrument von einer anderen Soundkarte gespielt wird. Die eingesetzten Styles sind kompatibel zum Yamaha-PSR-Standard. Deswegen sei der Yahama-XG-Standard eine Grundvoraussetzung, damit die Styles authentisch wiedergegeben werden. Besonders gut geeignet für Rhythmus und Begleitung sind alle Soundkarten mit einem Yamaha-Tochter-Board.

Dem UNIVATOR-Paket liegt eine Creative Audigy 4 Soundkarte bei. „So steht dem Musiker eine ASIO-Schnittstelle mit 24 Bit zur Verfügung. Die wird benötigt, damit sich auch alle Plugins im UNIVATOR ansteuern lassen“, sagt Daniel Oswald. (Detlef Scholz)