Britischer Hacker erklärt Terroristen den Jihad

Eine ganz persönliche Antwort auf die Terrorattacken in den USA hat heute der bekannte Cracker "Fluffi Bunni" gegeben. In einem massiven Defacement leitete er vorübergehend mehrere tausend britische Websites auf eine eigene Page um. Unter dem Titel "We're Coming for you Oslahmamama" erklärte er dort dem Terroristenchef bin Laden den "Jihad".

Dazu hackte er die DNS -Server des Registrars NetBenefit, zu dessen rund 100.000 Kunden unter anderem Gilette, Barclay und die bekannte Tageszeitung "The Guardian" zählen. Die Mehrzahl der Kundensites, so räumte NetBenefit-Chef Jonathan Robinson ein, sei wohl für mindestens eine Stunde auf die Hackerpage umgeleitet worden, bevor man das Defacement entdeckt und behoben hatte.

Prägnant: Die "Kriegserklärung" von Fluffi Bunny zierte heute tausende britische Websites.

In der Zwischenzeit war auf allen betroffenen Sites eine Erklärung von Fluffi Bunni zu lesen, in der er sich ausführlich über den Infantilismus und die Intoleranz religiöser Fanatiker mokiert. Den Kopf der Page ziert das Motto "Fluffi Bunni goes Jihad". Daneben ist Fluffi Bunnis Markenzeichen zu sehen, ein rosa Plüschkarnickel an einer Computertastatur. Auf dem Bildschirm des Rechners prangt der Text: "If you want to see the internet again, give us Mr Bin Laden and &5 million in a brown paper bag. Love, Fluffi B."

Ein Mirror des Defacements findet sich bei der niederländischen Sicherheitssite security.nl. (jlu)