E-Mail stirbt nicht aus

Wir sind süchtig nach E-Mails

Push-Technologie und One-to-one-Kommunikation

Beide sind reine Push-Technologien, will sagen der Empfänger muss sich die in Rede stehenden Informationen nicht zusammenklauben, sondern guckt lediglich in seinen Briefkasten, dann ist er im Bilde.

Zweitens handelt es sich dabei um eine One-to-one-Kommunikation. Natürlich kann man auch eine Mail an viele Empfänger versenden - was dann One-to-many wäre. In jedem Fall aber ist ein begrenzter und genau definierter Empfängerkreis gemeint.

Für sehr viele Angestellte besteht der Kommunikations-Dreikampf im Büro nach wie vor nur aus Mail, Telefon und Papierbriefen. Intranet? Ach was!
Für sehr viele Angestellte besteht der Kommunikations-Dreikampf im Büro nach wie vor nur aus Mail, Telefon und Papierbriefen. Intranet? Ach was!
Foto: MH - Fotolia.com

Und dieses Gemeintsein spielt vor allem für den Empfänger eine große Rolle: Wer eine Mail bekommt, fühlt sich angesprochen, daher rührt auch der hohe Nervfaktor von Spam. Einfach mal 300 Mails ungesehen weghauen, das tun die wenigsten; könnte ja doch irgendwas Relevantes darunter sein. Ebenfalls wegen des Gemeintseins eignet sich E-Mail so schlecht als Schwarzes Brett, als Ankündigung von Dingen, die die Leute lesen können, wenn sie zufällig daran vorbeikommen - oder eben nicht.

Diese beiden größten Nachteile der E-Mail - Push-Technologie und One-to-one-Logik - sind paradoxerweise zugleich ihre größten Trümpfe und wichtige Gründe für die ungebrochene Lebenskraft.

Digital Natives als Botschafter

Denn die Begeisterung für jede Art von Pull-Technologien, also von Netzwerken, auf denen ich mich einlogge und mir dann an verschiedenen Stellen gewünschte oder erforderliche Infos zusammensuche, hält sich in gewissen Grenzen.