Microsoft Azure: Virtuelle Computer in Azure effizient sichern

In Microsofts Azure lassen sich nicht nur virtuelle Maschinen betreiben, der Cloud-Dienst bietet auch vielfältige Möglichkeiten für Backups, Snapshots und Recovery. Unser Workshop zeigt, wie das geht.
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Funktioniert mit: Microsoft Azure
Foto: Katharina Wittfeld_shutterstock

04Datensicherungen mit der PowerShell vorbereiten

Sichern Sie mit der PowerShell VMs in Azure Storage, dann bleiben alle Daten in der Cloud. Sie haben auf diesem Weg die Möglichkeit, auch Wiederherstellungsvorgänge durchzuführen. Um eine VM vollständig zu sichern, müssen Sie diese anhalten. Mit dem oben genannten Skript ist das nicht notwendig, und auch nicht, wenn Sie mit dem Sicherungstresor sichern. Verwenden Sie aber manuelle Kopieraktionen, muss die VM angehalten werden. Dazu verwenden Sie das CMDlet stop-azurevm. Wollen Sie den Vorgang in ein Sicherungsskript schreiben, ist es sinnvoll, wenn Sie die entsprechende VM in einer Variablen speichern:

$vm = Get-AzureVM -ServiceName <Bezeichnung> -Name <Bezeichnung>

Die genauen Bezeichnungen erfahren Sie über get-azurevm. Den Inhalt der Variablen lassen Sie danach mit $vm anzeigen.

Für die Sicherung können Sie danach mit der Variablen und dem Skript stop-azurevm die VM herunterfahren, aber verfügbar für die Sicherung belassen. Dazu verwenden Sie den Befehl:

$vm | stop-azurevm -StayProvisioned

Der Befehl ruft den Inhalt der Variablen ab und beendet danach die VMs, die in der Variablen hinterlegt sind. Um die VMs zu sichern, müssen Sie deren virtuelle Festplatten sichern, genauso wie bei lokalen Servern, die Sie virtualisiert haben. Dazu haben Sie ebenfalls die Möglichkeit, in der PowerShell die Festplatten auszulesen und in einer Variablen zu speichern. Zum Abrufen der Festplatten verwenden Sie das CMDlet Get-AzureOSDisk.

Microsoft Azure - Virtuelle Computer sichern: Für das Azure-Modul stehen einige CMDlets zur Verfügung, die auch für die Verwaltung von VMs genutzt werden können.
Microsoft Azure - Virtuelle Computer sichern: Für das Azure-Modul stehen einige CMDlets zur Verfügung, die auch für die Verwaltung von VMs genutzt werden können.
Foto: Thomas Joos

Um die Festplatten der gespeicherten VMs auszulesen und in einer Variablen zu speichern, rufen Sie zuerst die Variable mit den VMs auf, übergeben das Ergebnis an das CMDlet Get-AzureOSDisk und speichern das Ergebnis in einer weiteren Variablen:

$vmdisk = $vm | Get-AzureOSDisk

VMs in Microsoft Azure bestehen meistens aus mehreren Festplatten. Mit dem Befehl Get-AzureOSDisk lassen Sie sich die Festplatten mit den Betriebssystemen anzeigen. Die Datenfestplatten werden mit dem CMDlet Get-AzureDataDisk angezeigt. Auch hier haben Sie die Möglichkeit. die Festplatten anzuzeigen und in einer Variablen zu speichern. Dazu verwenden Sie den Befehl:

$vmdatadisk = $vm | Get-AzureDataDisk

Verfügt die VM über keine Datenfestplatte, bleibt die Variable leer. Sobald Sie aber später eine Datenfestplatte hinzufügen, wird diese im Skript automatisch mit eingebunden.