Virenschutz bleibt die Achillesferse

Trotz Virenscannern verursacht Malware jedes Jahr hohe finanzielle Schäden in Unternehmen. Um das zu verhindern, dürfen sich Anwender nicht nur auf Security-Software verlassen.

Fast genau zwei Jahre ist es her, dass ein winziges Programm Unternehmen rund um den Erdball in Angst und Schrecken versetzte und enorme Schäden verursachte. Bei der Post in Taiwan beispielsweise war die Software dafür verantwortlich, dass in 430 Filialen die IT streikte.

Die Mitarbeiter waren gezwungen, zu Bleistift und Papier zu greifen, um Kundenwünsche zu erfüllen. Schuld an dem Desaster, das weltweit Millionen von Rechnern lahm legte und den Analysten von mi2g zufolge Schäden in Höhe von mindestens 14 Milliarden Dollar verursachte, war der Wurm "Sasser" - die Schöpfung eines 18-jährigen Schülers aus Niedersachsen.

Dabei sind Viren - oder Malware, um den allgemeineren Begriff zu gebrauchen - nicht die einzige Gefahr für die IT von Unternehmen. Gezielte Hacker-Angriffe, Computersabotage, Manipulationen von Daten und nicht zuletzt Diebstähle von Hard- und Software verursachen ebenfalls hohe Kosten. Laut "Computer Crime Survey 2005", einer Studie der amerikanischen Bundespolizei Federal Bureau of Investigation (FBI), sind Viren, Würmer und Trojaner jedoch klar die Hauptursache für Störungen der IT. Mit deutlichem Vorsprung stehen die elektronischen Schädlinge auch an erster Stelle einer weiteren Statistik, die die durch bestimmte Angriffe verursachten Schäden beziffert.