Supercomputing

Die erste Cray

Da CDC nicht an einer evolutionären Entwicklung interessiert war, verließ Seymore Cray 1972 das Unternehmen und gründete Cray Research Inc.. Schon 1976 lieferte er seinen Vektorrechner Cray 1 an das Los Alamos Lab. Der Rechner brachte leistungsmäßig mit 160 MFlops und etwa 130 MFlops bei Matrixmultiplikation einen Quantensprung. Der Hauptspeicher wuchs auf 8 MByte. Auf Grund der einfachen Programmierung in Fortran und der schon damals guten Compiler setzte sich Cray 1 schnell auf breiter Front durch. 1979 kam die erste Cray nach Deutschland zum Max-Planck-Institut für Plasmaforschung in Garching.

Cray 1: Das System kam 1976 mit 8 MByte Hauptspeicher und schaffte 160 MFlops. Rechts die Wechselplatten, im Hintergrund das I/O-Subsystem und der schnelle Erweiterungsspeicher (SSD) zwischen Platte und Hauptspeicher. Exemplare stehen im Deutschen Museum (München) und im Konrad Zuse Zentrum (Berlin).
Cray 1: Das System kam 1976 mit 8 MByte Hauptspeicher und schaffte 160 MFlops. Rechts die Wechselplatten, im Hintergrund das I/O-Subsystem und der schnelle Erweiterungsspeicher (SSD) zwischen Platte und Hauptspeicher. Exemplare stehen im Deutschen Museum (München) und im Konrad Zuse Zentrum (Berlin).

CDC entwickelte zur gleichen Zeit mit der Cyber 203 und der Cyber 205 ebenfalls Vektorrechner. Und 1989 brachte schließlich die CDC-Tochter ETA deren Nachfolger, die ETA 10, auf den Markt. Doch bereits im April 1989 folgte die Schließung des Werks, die das Ende des damaligen Marktführers CDC bedeutete.