Sprachregeln für IP-Netze

Vier Szenarien decken alle Verbindungen ab

Ein Gatekeeper ist eine H.323-Einheit, die eine Adreßumstellung von IP-Adresse zu Telefonnummern übernimmt und den Zugang zu den Netzen für Endstationen, Gateways und andere Einheiten steuert. Andere Dienste der Gatekeeper können das Bandbreitenmanagement und die Identifikation der Gateways im Netz sein. Während Szenario 1 und 2 nur je ein IP-Netz mit einem Wählnetz zeigen, steht bei Szenario 3 und 4 die Kommunikation aus den verschiedenen Teilnetzen über ein Transitnetz im Vordergrund. Das Transitnetz wiederum kann sowohl ein paketorientiertes IP-Netz oder ein Wählnetz sein.

Szenario 3 und 4 erfassen alle Kombinationen einer Verbindung. Dennoch spezifizieren die vorgelegten Unterlagen noch nicht alle geplanten Funktionen und Protokolle, beispielsweise wie die Auswahl verschiedener Netzanbieter funktioniert.

Bei der IETF existiert in dem Bereich der Standardisierung der Transportprotokolle und Dienste eine Arbeitsgruppe zum Thema Internet-Telefonie. Das Ziel dieser Arbeitsgruppe ist die Entwicklung von zwei unterstützenden Protokollen ("Call Processing Syntax" und "Gateway Attribute Distribution Protocol") und ein Framework-Dokument zum Thema "Service Model". Am 7. Juli 1998 wurde der erste Entwurf "A Framework for a Gateway Location Protocol" veröffentlicht. Dieses Arbeitspapier spiegelt einige Definitionen wider, die offene Probleme und die Anforderungen der Internet-Telefonie beschreiben. Das ganze dient als Rahmenwerk für weitere Arbeiten zum Thema Internet-Telefonie.

Das Konzept von IPTEL sieht vor, bereits bestehende Gateways im Internet in die Client/Server-Architektur des Internet als Server einzubinden. Die Gateways unterstützen Terminals, die dem H.323-ITU-Standard entsprechen. In einer Zone kontrollieren und steuern Gatekeeper (GK) den Zugang. An jedem Gatekeeper sind mehrere Gateways (GW) angeschlossen. Der Gatekeeper kennt den Status der angeschlossenen Gateways und die Parameter für den Verbindungsauf- oder -abbau.

Jeder Gatekeeper arbeitet gleichzeitig als Gateway-Client und als Gateway-Server. In der Funktion Server wird die Information, die Clients oder andere Server benötigen, über die Protocol-Operation verteilt. Neue Zonen lernen über die Protocol-Operation den Zustand der anderen Gateways.