Grundlagen: So funktionieren TCP/IP und IPv6

Die Grundlage des Internets ist TCP/IP, das eine weltweite Kommunikation zwischen unterschiedlichsten Systemen ermöglicht. Wir erläutern den Aufbau der Protokollsuite und geben einen Einblick in das Protokoll IPv6.

18 UDP: User Datagramm Protocol

Das User Datagram Protocol (UDP) bietet höheren Protokollen einen definierten Dienst zum transaktionsorientierten Versand von Datenpaketen. UDP verfügt nur über minimale Protokollmechanismen zur Datenübertragung. Es setzt unmittelbar auf dem Internet Protocol auf. Da es im Gegensatz zu TCP keine Ende-zu-Ende-Kontrolle garantiert, sind weder die Ablieferung eines Datenpakets beim Empfänger, das Erkennen von Duplikaten oder die reihenfolgerichtige Übermittlung gewährleistet.

Es gibt dennoch eine Reihe von guten Gründen, die dafür sprechen, UDP als Datentransportdienst zu wählen. Wenn nur geringe Datenmengen zu übertragen sind kann es passieren, dass der Verwaltungsaufwand für die Herstellung einer Verbindung und das Sicherstellen einer korrekten Übertragung größer wären als der Aufwand für eine erneute Übertragung der gesamten Daten.

Minimale Protokollmechanismen: Der UDP-Header im Detail.
Minimale Protokollmechanismen: Der UDP-Header im Detail.
UDP-Header im Detail

Name

Größe (in Bits)

Beschreibung

Source Port

16

Enthält die optionale Adresse des Sende-Ports. Bei Antworten auf Datenpakete kann durch die Portadresse der jeweilige Prozess unmittelbar wieder angesprochen werden. Wird vom Sender kein Sende-Port definiert, so wird dieses Feld mit dem Wert "0" übertragen.

Destination Port

16

Enthält die Adresse des Empfänger-Ports.

Length

16

Definiert die Gesamtlänge des Datenpakets, inklusive Header und Nutzdaten.

Checksum

16

Enthält eine optionale Prüfsumme. Der Wert "0" weist darauf hin, dass keine Berechnung erfolgt ist. Die Prüfsumme wird aus dem UDP-Header und einem 96-Bit-Pseudo-Header errechnet.

Alle weiteren Informationen, die zum Senden und Empfangen nötig sind, enthält der gekapselte IP-Header.