Grundlagen: So funktionieren TCP/IP und IPv6

Die Grundlage des Internets ist TCP/IP, das eine weltweite Kommunikation zwischen unterschiedlichsten Systemen ermöglicht. Wir erläutern den Aufbau der Protokollsuite und geben einen Einblick in das Protokoll IPv6.

17 TCP: Sliding Window

Das Sliding Window Protocol ist eine Methode zur Datenflusskontrolle, bei der ein Empfänger dem Sender die Übertragung von mehreren Segmenten auf einmal ermöglicht. Dies erlaubt eine schnellere Datenübertragung und senkt das Datenvolumen, da der Sender nicht nach jedem Segment auf eine Bestätigung warten muss.

Um also eine höhere Effizienz zu erreichen, wird nicht ein Segment nach dem anderen gesendet, sondern es werden gleich alle Segmente innerhalb eines sogenannten Fensters (Window) gesendet. Auf der Empfängerseite existiert analog dazu ebenfalls ein Fenster, in dem die Pakete aufgenommen und wieder zu einem Strom zusammengesetzt werden.

Sliding Window: Datenflusskontrolle für eine höhere Effizienz einer TCP-Verbindung.
Sliding Window: Datenflusskontrolle für eine höhere Effizienz einer TCP-Verbindung.

Trifft nun die Bestätigung für das erste Segment im Fenster beim Sender ein, so wird das Fenster um ein Segment weitergeschoben (Sliding), und das nächste Segment wird gesendet. Alle Segmente links vom Fenster sind somit bereits bestätigt, alle im Fenster sind gesendet aber noch nicht bestätigt, und Segmente rechts davon sind noch nicht gesendet. Das erste Segment im Fenster ist also das letzte noch nicht bestätigte Paket. Die Größe des Fensters richtet sich nach dem TCP-Puffer des Empfangsrechners, kann aber vom Administrator eines Servers manuell geändert werden.