Praxistest: Telefonieren via Internet

Die nötige Konfiguration

Nach diesen ersten erfolgreichen Gehversuchen wartet eine größere Herausforderung auf das IP-Telefon: Das erste Telefonat via Internet zu einem Telekom-Anschluss in Hamburg. Das Ergebnis überrascht fast nicht mehr: Die Verbindung klappt ohne Probleme. Die Freude weicht wieder einer gewissen Skepsis, als der Gesprächspartner die geringe Sprachqualität reklamiert. Ein Phänomen, das sich bei weiteren Telefonaten wiederholt. Während der Anrufer mit dem IP-Telefon seine Partner ohne Probleme versteht, klagen diese öfters über Aussetzer.

Das lässt sich allerdings vermeiden, wenn der IP-Telefonierer sich vorher die Zeit nimmt, einen Blick in die Kurzanleitung sowie die Bedienungsanleitung zu werfen, um das Prinzip des Telefons zu verstehen. Dieses Studium offenbart schnell, dass unter dem klassischen Telefongehäuse reinste Netztechnik aus der IT-Welt steckt. Die rudimentären Netzparameter lassen sich zwar am Telefon direkt einstellen, doch die Tiefen der Systemkonfiguration eröffnet erst der Zugriff per Browser.

Software: Ein VoIP-Telefon beinhaltet eine komplexe Software-Infrastruktur, die mit zahlreichen Parametern konfiguriert werden will.
Software: Ein VoIP-Telefon beinhaltet eine komplexe Software-Infrastruktur, die mit zahlreichen Parametern konfiguriert werden will.

So lassen sich per Web-Browser im Telefon die Account-Daten für den DSL-Zugang eingeben oder andere Parameter etwa für STUN, RTP, SIP sowie die verwendeten Codecs. Gerade Neulinge in Sachen Internet-Telefonie werden es hier zu schätzen wissen, dass Sipgate das Telefon bereits vorkonfiguriert ausliefert, denn die zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten erscheinen anfangs wie böhmische Dörfer. Dennoch sollte sich der Benutzer mit diesen Parametern auseinander setzen, um eventuelle Probleme wie Übertragungsstörungen selbst lösen zu können. Die Wahl des verwendeten Sprachcodecs hat beispielsweise direkten Einfluss darauf, welche Bandbreite das Telefon benötigt.