Ports im Überblick

Was sind Portnummern?

Portnummern zählen zu den grundlegenden Elementen beim Einsatz der Protokolle TCP und UDP. Sind die Daten am Zielrechner angekommen, müssen sie noch an den richtigen Anwendungsprozess ausgeliefert werden. Beim Transport der Informationen durch die Netzwerkschichten benötigt man einen Mechanismus, der zuerst einmal die Übergabe an das jeweilige richtige Protokoll sicherstellt.

Nebenstellen: Nach Empfang der Daten werden diese an den richtigen Anwendungsprozess übergeben.
Nebenstellen: Nach Empfang der Daten werden diese an den richtigen Anwendungsprozess übergeben.

Das Zusammenlegen von Daten aus mehreren Quellen zu einem einzigen Datenstrom nennt man Multiplexen. Ankommende Daten aus dem Netz muss das Internet Protocol (IP) also demultiplexen. Dazu kennzeichnet das IP die Transportprotokolle mit Protokollnummern. Die Transportprotokolle selber nutzen wiederum die Portnummern zur Identifizierung von Anwendungen.

TCP-Header: Die 16 Bit lange 'Destination Port'-Nummer legt fest, für welche Applikation das Datenpaket bestimmt ist.
TCP-Header: Die 16 Bit lange 'Destination Port'-Nummer legt fest, für welche Applikation das Datenpaket bestimmt ist.

Die IP-Protokollnummer steht in einem Byte im dritten Wort des Datagramm-Headers. Dieser Wert bestimmt die Übergabe an das jeweilige Protokoll in der Transportschicht, beispielsweise "6" für TCP oder "17" für UDP. Das Transportprotokoll muss nach Empfang die Daten an den richtigen Anwendungsprozess übergeben. Anwendungsprozesse werden anhand der 16 Bit langen Portnummer identifiziert, an die die Daten nach Empfang auf dem Zielrechner übergeben werden. Im ersten Wort jedes TCP- und UDP-Headers sind daher sowohl die "Source Port"-Nummer als auch die "Destination Port"-Nummer enthalten.

Soll also eine Applikation unter einer bestimmten Portnummer erreichbar sein, teilt sie dies dem TCP/IP-Protokoll-Stack mit.