NVIDIA GeForce3 im Detail

Technische Details

NVIDIA hat die Chip-Architektur beim GeForce3 gegenüber dem GeForce2 optimiert und erweitert. NVIDIA nennt sie nfiniteFX Engine. Die Hauptbestandteile bilden der integrierte Vertex- und Pixel-Prozessor, die Lightspeed-Memory-Architektur und die von der GeForce2 bekannte Geometriepipeline, bestehend aus der Transform-, Lighting- und Rendering-Einheit, die verbessert wurde.

GeForce3-Architektur: Der GeForce3 wurde im Wesentlichen nur um einen Vertex- und einen Pixel-Prozessor gegenüber der GeForce2 GTS erweitert.
GeForce3-Architektur: Der GeForce3 wurde im Wesentlichen nur um einen Vertex- und einen Pixel-Prozessor gegenüber der GeForce2 GTS erweitert.

Der NVIDIA GeForce3 arbeitet nach der Spezifikation mit einem Chip- und Speichertakt von 200 MHz und 230 MHz (460 MHz DDR-Speichertakt). Der 128 Bit breite Speicherbus unterstützt insgesamt 128 MByte SDRAM/SGRAM oder DDR-SDRAM/SGRAM. Daraus resultiert eine Speicherbandbreite von 7,4 GByte/s mit DDR-Speicher, das entspricht dem Niveau der GeForce2 Ultra.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über Chip- und Speichertakt der aktuellen NVIDIA-Chips:

NVIDIA-Grafikprozessoren im Überblick

Grafikchip

Chiptakt

DDR-Speichertakt

Speicherbandbreite

GeForce2 MX

175 MHz

333 MHz

2,7 GByte/s (64 Bit)

GeForce2 GTS

200 MHz

333 MHz

5,3 GByte/s

GeForce2 Pro

200 MHz

400 MHz

6,4 GByte/s

GeForce2 Ultra

250 MHz

460 MHz

7,4 GByte/s

GeForce3

200 MHz

460 MHz

7,4 GByte/s

Die Rendering-Einheit enthält vier Pixel-Pipelines mit je zwei Textureinheiten. Daraus resultiert bei einem Chiptakt von 200 MHz eine theoretische Füllrate von 1600 Millionen Texel/s. Das entspricht dem Niveau einer GeForce2 GTS / Pro. Die effektive Füllrate dürfte durch die Verwendung der neuen Features wie der Lightspeed-Memory-Architektur mit Hidden Surface Removal (HSR) aber weitaus höher liegen.

Wie der 3dfx VSA-100 mit dem T-Buffer unterstützt der NVIDIA GeForce3 das Full Scene Antialiasing nach einem ähnlichen Verfahren, dem Multisampling. Verglichen mit dem herkömmlichen Supersampling-Vefahren soll es den Grafikprozessor weniger belasten und eine bessere Bildqualität liefern.

Zu den weiteren Ausstattungsmerkmalen des Chips gehören ein 350 MHz RAMDAC, ein integrierter TMDS-Transmitter und ein High-Definition-Video-Prozessor zur HDTV- und DVD-Dekodierung sowie volle Unterstützung des AGP-4x- und PCI-Busses.