MPF: IBM enthüllt Power6-Prozessor

Zahlreiche Architekturerweiterungen

Die Pipeline-Tiefe des POWER6 bleibt trotz der verdoppelten Taktfrequenz unverändert zum POWER5. Für mehr Performance sorgen neben dem hohen Arbeitstakt zahlreiche Architekturerweiterungen. Beispielsweise verarbeitet der POWER6 nun Fließkomma-Dezimalzahlen in der Hardware statt wie vormals per Software. IBM erweiterte hierzu die POWER-Architektur um 50 neue Instruktionen. In Java-Applikationen erreicht IBM mit dem Decimal Floating Point Accelerator beispielsweise eine bis zu siebenfach höhere Performance. Zusätzlich spendiert IBM dem POWER6 die VMX-Engine Altivec, die aus den PowerPC-Prozessoren bekannt ist.

Jeder Core des POWER6 beherrscht wie bereits beim POWER5 Multithreading. Das 2-Wege-SMT-Verfahren wurde von IBM allerdings verfeinert. Beispielsweise soll der zweite Thread eines Kernes für 55 Prozent mehr Performance bei OLTP-Anwendungen sorgen. Integer-Berechnungen beschleunigt das SMT des POWER6 um 40 Prozent.

Für eine hohe Betriebssicherheit bei POWER6-Systemen soll die neue Recovery-Unit des Prozessors sorgen. Mit diesem RAS-Feature lässt sich beispielsweise der Workload eines POWER6 bei Hardware-Defekten auf einen anderen Prozessor schieben, sollte ein Restart der CPU nichts nützen.