Mehrwert mit DSL

Maximum Transfer Unit (MTU)

Im Internet kommunizieren die Rechner über TCP/IP. Dieses Protokoll unterteilt die zu transportierenden Daten in Pakete, bevor sie auf die Reise gehen. Der MTU-Wert legt die maximale Größe einer solchen Einheit fest.

Eine Obergrenze ist deshalb notwendig, weil Router zu große Pakete auf ihrem Weg durchs Netz fragmentieren müssen. Erst der Zielrechner setzt dann die einzelnen Fragmente wieder zusammen. Das kostet unnötig Zeit, genauso wie das automatische Aushandeln der MTU über ICMP-Nachrichten. Besser ist es, von vornherein einen optimalen MTU-Wert zu wählen. Dieser lässt sich recht einfach über Bordmittel des Betriebssystems bestimmen. Mit dem Befehl

ping -f -l 1500 <Hostname>

verschicken Sie ein Datenpaket mit einer Länge von 1500 Byte an den unter "Hostname" angegebenen Rechner. Der Parameter -f legt fest, dass das Paket "in einem Stück" ankommen muss.

Grenzfindung: Erst Pakete mit einer maximalen Länge von 1464 Byte erreichen ihr Ziel ohne Fragmentierung.
Grenzfindung: Erst Pakete mit einer maximalen Länge von 1464 Byte erreichen ihr Ziel ohne Fragmentierung.

Erhalten Sie die Rückmeldung "Paket müsste fragmentiert werden, DF-Flag ist jedoch gesetzt", reduzieren Sie die Paketgröße um zehn Byte, bis die Meldung nicht mehr erscheint. Dann tasten Sie sich in Einerschritten wieder vorwärts, bis Sie den höchsten Wert gefunden haben, bei dem der Ping-Befehl noch gelingt. Dazu addieren Sie 28 Byte, die der IP/ICMP-Header beansprucht. Damit haben Sie den optimalen Wert gefunden. Setzen Sie PPPoE ein, sollte die MTU jedoch nicht größer als 1492 sein, da hierbei zusätzlich acht Byte Verwaltungsdaten anfallen.