Intels Vanderpool virtualisiert CPUs

Simulierte CPU

Eine VM-Software muss den VMs - den virtuellen Maschinen – ohne Technologien wie Intels Vanderpool virtuelle Prozessoren vorgaukeln. Nur so kann der Host die volle Kontrolle über den Prozessor behalten. Leider bedingt dies, dass den virtuellen Maschinen simulierte CPUs mit eingeschränkter Funktionalität zur Verfügung stehen. Die VM-Software bietet dann den VMs beispielsweise keinen SMP-Support oder Features wie EM64T. Auch steht den VMs durch die "Software-CPUs" weniger Prozessor-Performance als beim Original zur Verfügung. Hätten die VMs aber vollen Zugriff auf die "Original-CPU", so könnten sie sich gegenseitig beeinflussen und Abstürze verursachen.

Software-Lösung: Das Betriebssystem arbeitet in einer virtuellen Maschine mit eingeschränkten Rechten. Die VM-Software (im Bild VM Monitor) muss entsprechend entstehende Fehlermeldungen abfangen und 'umbiegen'. (Quelle: Intel)
Software-Lösung: Das Betriebssystem arbeitet in einer virtuellen Maschine mit eingeschränkten Rechten. Die VM-Software (im Bild VM Monitor) muss entsprechend entstehende Fehlermeldungen abfangen und 'umbiegen'. (Quelle: Intel)

Mit Vanderpool will Intel dieses Problem bei den eigenen Prozessoren aus der Welt schaffen. IA32-CPUs mit Vanderpool-Technologie VT-x erhalten den so genannten VMX-Befehlssatz. Die neuen Befehle bieten virtuellen Maschinen Prozessor-Level-Support. Vanderpool ermöglicht der VM-Software eine einfachere und sichere Verwaltung der Prozessor-Ressourcen. Im Januar 2005 veröffentlichte Intel vorläufige Spezifikationen des VMX-Befehlssatzes. Auf dem Intel Developer Forum im März 2005 gab der Hersteller Einblick in den Betrieb von CPUs mit Vanderpool-Technologie.