Intels neue 945er-Business-Plattform im Detail

Intel 945P/G

Intels neue 945-Express-Chipsatzfamilie mit LGA775-Sockel und DDR2-Unterstützung, Codename "Lakeport", soll langfristig die 915-Modelle ablösen. Intel adressiert mit dem Lakeport speziell den Business-Bereich und bietet ihn in den Varianten 945P und 945G an.

Intel 945G-Plattform: Die Plattform mit dem 945G-Chipsatz hat Intel speziell für das Business-Umfeld konzipiert. (Quelle: Intel)
Intel 945G-Plattform: Die Plattform mit dem 945G-Chipsatz hat Intel speziell für das Business-Umfeld konzipiert. (Quelle: Intel)

Technisch gesehen ist der 945-Chipsatz ein "abgespeckter" 955X-Chipsatz. Die entscheidenden Unterschiede zum Highend-Chipsatz 955X liegen im Verzicht auf die Optimierung der Speicherzugriffe (IMPT) sowie im fehlenden ECC-Support des Speichers. Der Dual-Channel-Speicher-Controller kann bis zu 4 GByte DDR2-667-SDRAM ansprechen, dabei stehen ihm je zwei DIMM-Sockel pro Kanal zur Verfügung. Alle Versionen des 945-Chipsatzes unterstützen die Flex-Memory-Technologie und verfügen über einen bis zu 1066 MHz schnellen FSB.

Blockdiagramm: Die schematische Darstellung des 945G-Chipsatzes zeigt alle wichtigen Features der neuen Intel-Business-Plattform. (Quelle: Intel)
Blockdiagramm: Die schematische Darstellung des 945G-Chipsatzes zeigt alle wichtigen Features der neuen Intel-Business-Plattform. (Quelle: Intel)

Im Gegensatz zum 945P- besitzt der 945G-Chipsatz einen integrierten Grafik-Core. Intel nennt ihn "Graphics Media Accelerator 950". Zur Standardausstattung der 945-Familie zählt die Unterstützung der Hyper-Threading-Technologie und das obligatorische PCI-Express-x16-Interface. Um einen Flachbildschirm und ein TV-Gerät an die integrierte Grafik-Hardware anzuschließen, bietet Intel eine so genannte Media-Expansion-Karte an, die im PCI-Express-x16-Slot eingesteckt wird. Als Chip-Interconnect zwischen MCH und ICH7 verwendet Intel wie beim 955X die 2 GByte/s schnelle DMI-Technologie.