Eigenen Angaben zufolge ist die France Telecom im ersten Halbjahr 2003 mit einem Überschuss von 2,52 Milliarden Euro aus den roten Zahlen gekommen. Der Telekomkonzern will zudem die Mobilfunktochter Orange für rund 7,1 Milliarden Euro wieder vollständig übernehmen.

Die Schulden seien um 18,7 Milliarden Euro auf nun 49,3 Milliarden Euro abgebaut worden, teilte die France Telecom mit. Im ersten Halbjahr des Vorjahres hatte das Unternehmen noch einen Verlust von 12,17 Milliarden Euro verzeichnet. Der französische Telekom-Konzern hat zudem ein Aktientausch-Angebot für den 13,8-prozentigen Orange-Anteil angekündigt, der sich noch nicht im Besitz des Unternehmens befindet.

Das Gebot sieht auch die Ausgabe neuer Aktien vor. Für 25 Orange-Aktien sollen die Aktionäre elf France-Telecom-Anteilscheine erhalten. Damit biete der Mutterkonzern zwar 21,3 Prozent mehr als der Durchschnittskurs der vergangenen drei Monate. Analysten weisen jedoch darauf hin, dass gegenüber dem Ausgabekurs von 9,50 Euro für den Aktionär nur ein kleiner Zugewinn zu erwarten ist.

Die 100-prozentige Übernahme der Tochter Orangedürfte France Telecombeim weiteren Abbau des Milliarden-Schuldenbergs helfen, so die Analysten. Im ersten Halbjahr steigerte Orange nach eigenen Angaben den operativen Gewinn um mehr als zwei Drittel auf rund 2,1 Milliarden Euro. Die Rückübernahme der Orange-Anteile sei für die France Telecom nicht nur wegen der guten Geschäftsaussichten der Tochter lukrativ - dabei profitiere der Mutterkonzern auch von Steuervergünstigungen.

France Telecom und Orange haben inzwischen mehr Mobil- als Festnetzkunden. So nutzen 51,9 Millionen Kunden das Orange-Netz, 49,7 Millionen das France-Telecom-Festnetz. (bsc)