DVD-Brenner - wer macht das Rennen?

DVD-RAM

DVD-RAM, offiziell unter dem Namen DVD rewritable geführt, ist neben DVD-RW und DVD+RW ein weiteres Rerecordable-Schreibverfahren, das auf die Phase-Change-Recording-Technologie setzt. Einseitige Medien der ersten DVD-RAM-Generation fassen 2,58 GByte pro Seite, während Medien der zweiten Generation auf einer Seite 4,7 GByte an Daten speichern. DVD-RAMs lassen sich üblicherweise nur beschreiben, wenn sie in ein Cartridge eingelegt sind. Sofern es die Firmware des Laufwerks gestattet, lassen sich die Medien aber auch ohne Cartridge beschreiben - vorausgesetzt, die Cartridges sind nicht versiegelt, was bei manchen Medientypen der Fall ist. Die DVD-RAM-Technologie setzt eine im roten Farbspektrum liegende Laserwellenlänge von 650 nm ein. Medien sollen sich mindestens 100.000 mal löschen und wieder beschreiben lassen.

Wechselspiel: DVD-RAM zeichnet Daten sowohl in den Vertiefungen als auch auf den Erhöhungen des recording layers auf.
Wechselspiel: DVD-RAM zeichnet Daten sowohl in den Vertiefungen als auch auf den Erhöhungen des recording layers auf.

Die DVD-RAM verwendet das Schreibverfahren wobbled land and groove: Daten sind sowohl in den vorgepressten Vertiefungen (grooves) als auch auf den dazwischen liegenden Erhöhungen (lands) gespeichert. Der Laserstrahl folgt dabei abwechselnd den groove- und land-Spuren. Das unterschiedliche Höhenniveau der aufgezeichneten Daten vergrößert den Abstand nebeneinander liegender Datenbereiche und verringert so die Wahrscheinlichkeit für Lesefehler. Als Konsequenz ist es möglich, Datenspuren dichter als bei anderen Schreibverfahren anzuordnen (0,615 µm). Einem Sektor ist jeweils ein Header vorangestellt, der Informationen über die physikalische Adresse des Sektors beinhaltet.

Sektoren einer DVD-RAM sind im zoned CLV-Schema angeordnet - einer Mixtur zwischen CLV- und CAV -Modus: Ein 120 Millimeter durchmessendes Medium der zweiten Generation ist in 35 Zonen aufgeteilt, beginnend mit Zone 0 an der Innenseite der DVD-RAM bis zu Zone 23 an der Außenseite. Innerhalb jeder Zone ist die Drehgeschwindigkeit konstant, von Zone zu Zone aber variierend. Zoned CAV erreicht so eine höhere Auslesegeschwindigkeit als das CLV-Verfahren.