USB im Griff: Die besten Tipps für USB-Sticks

Unsere Tipps zeigen Schritt für Schritt, wie Sie häufige Probleme mit USB-Sticks schnell lösen können.
Foto: Katharina Wittfeld_shutterstock

04USB-Stick verschlüsseln

Zum Verschlüsseln von Daten auf USB-Sticks stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Anwender können auch USB-Sticks mit Bordmitteln verschlüsseln. Dazu steht Bitlocker-To-Go zur Verfügung. Verschlüsselte USB-Sticks lassen sich auch auf anderen Rechnern verwenden, unabhängig von der eingesetzten Edition von Windows 7/8 oder Windows 10. Wer noch auf Windows XP oder Windows Vista setzt, kann zusätzlich das kostenlose "BitLocker To Go Lesetool" von Microsoft verwenden. Verbinden Sie den USB-Stick mit dem Rechner und wählen Sie über das Kontextmenü die Option Bitlocker aktivieren aus.

USB-Stick mit Bitlocker-To-Go verschlüsseln
USB-Stick mit Bitlocker-To-Go verschlüsseln
Foto: Thomas Joos

Wählen Sie für die Verschlüsselung die Kennwort-Methode aus und geben Sie das Kennwort ein. Über das Kontextmenü machen Sie die Eingaben wieder rückgängig, wenn Sie den USB-Stick wieder entschlüsseln wollen. Hier können Sie auch ein neues Kennwort eingeben oder das Kennwort erneut ausdrucken. Wollen Sie auf den USB-Stick zugreifen, auch auf anderen Computern, erscheint ein Fenster über das Sie das hinterlegte Kennwort eingeben. Nur dadurch ist der Inhalt des Sticks zugreifbar.

Mit Bordmitteln ist es aber nicht möglich auf Mac-Rechnern BitLocker-verschlüsselte USB-Sticks zu verwenden. Die App Dislocker erlaubt den Zugriff aber auf Rechnern mit Mac OS X und auch von Linux-Rechnern aus. Mit der App Dislocker können Anwender auf Bitlocker-Verschlüsselte USB-Sticks zugreifen. Die App muss aber extra installiert werden, sie gehört nicht zu den Bordmitteln in Mac OS X.

Mit der Opensource-Anwendung AxCrypt können Anwender ohne große Kenntnisse einzelne Daten auf USB-Sticks verschlüsseln, entschlüsseln oder sicher löschen. Das Tool arbeitet dazu mit dem AES-Algorithmus und einer Schlüssellänge von 128 Bit. Die Software lässt sich auch für 64-Bit-Windows-Systeme nutzen.

05USB-Stick reparieren

Installieren Sie Recuva auf dem Rechner mit dem defekten USB-Stick, damit können Anwender auch gelöschte Daten wiederherstellen. Recuva bietet beim Starten einen Assistenten an, der Anwender bei der Wiederherstellung unterstützt. Im ersten Schritt kann das Tool den Datenträger nach gelöschten Dateien scannen. Hier findet Recuva allerdings nicht immer alle gelöschte Dateien. Nach dem ersten Scan-Vorgang lassen Anwender den Rechner noch einmal mit einem Tiefenscan durchsuchen. Dieser Scan kann mehrere Stunden dauern, der einfache Durchsuchungs-Vorgang nur wenige Sekunden. Nach dem Scannen, zeigt das Tool die gefundenen Daten an. Hier können Anwender dann schnell und einfach wieder Daten herstellen.

An der Farbe der Dateien sehen Anwender deren Zustand. Hier unterscheidet Recuva zwischen grün (leicht wiederherstellbar), gelb (teilweise defekt) oder rot (zerstört). Anwender können aber auch zerstörte Dateien wiederherstellen. Allerdings ist hier die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Daten in den Dateien nicht mehr wiederherstellbar sind. Um Dateien wiederherzustellen markieren Anwender diese und klicken unten rechts auf Wiederherstellen. Anschließend wird das Verzeichnis für die Wiederherstellung ausgewählt.

Mit Recuva können Anwender relativ einfach gelöschte Dateien wiederherstellen.
Mit Recuva können Anwender relativ einfach gelöschte Dateien wiederherstellen.
Foto: Thomas Joos

Können Anwender die Daten mit Recuva nicht mehr wiederherstellen, kann das Profi-Tool Easy Recovery von Kroll Ontrack helfen. Dieses steht als Testversion zur Verfügung. Easy Recovery kann auch Dateifragmente wiederherstellen.

06USB-Stick partitionieren

Es kann durchaus hilfreich sein USB-Sticks zu partitionieren. Vor allem wenn ein USB-Stick mit einem Gerät verbunden werden soll, das mit der maximalen Größe des Sticks nicht umgehen kann, macht das Erstellen einer Partition mit der passenden Größe Sinn. Die zweite Partition wird dann entweder nicht genutzt, oder als zweite Partition auf dem Stick zur Verfügung gestellt. Für die Partitionierung verwenden Sie am besten das Befehlszeilentool diskpart:

1. Starten Sie eine Eingabeaufforderung über das Kontextmenü im Administratormodus.

2. Geben Sie diskpart ein.

3. Geben Sie list disk ein.

4. Geben Sie den Befehl select disk <Nummer des USB-Sticks aus list disk> ein. Sie erkennen den Stick an dessen Größe.

5. Geben Sie clean ein.

6. Geben Sie create partition primary size=<Größe in MB> ein. Die restliche Größe des USB-Sticks bleibt ungenutzt.

7. Geben Sie active ein, um die Partition zu aktivieren.

8. Formatieren Sie den Datenträger mit format fs=fat32 quick.

9. Geben Sie den Befehl assign ein.

10. Beenden Sie Diskpart mit exit.

Um die Partitionierung wieder rückgängig zu machen, verwenden Sie die Schritte 1-5. Danach können Sie zum Beispiel mit create partition primary den Stick wieder komplett nutzen.