Bootmanager im Test

XOSL 1.1.5

XOSL, der Extended Operating System Loader, fällt unter die GPL und ist somit Open-Source-Software. Weil das Programm schon seit geraumer Zeit so ziemlich alles kann, hat sich seit dem letzten Test auch nichts verändert.

Die Installation der englischsprachigen Anwendung erfolgt über ein DOS-Programm, das auch in der DOS-Box von Windows 9x arbeitet. XOSL benötigt für seine Dateien zwingend eine Partition: Entweder installieren Sie das Tool in einer FAT16/32-Partition auf der ersten Festplatte oder in einer eigenen Partition (primär oder erweitert auf einer beliebigen Festplatte). Beachten muss man hierbei, dass XOSL im Gegensatz etwa zu BootIt NG diese Partition nicht selbst anlegen kann, sie muss bereits vorher bestehen.

Danach wählt der Anwender die Grafikauflösung der Benutzeroberfläche (von 640 x 480 bis 1280 x 1024). Standardmäßig installiert XOSL auch gleich den Ranish Partition Manager und für den Bootvorgang von IDE-CD-ROMs Smart Boot Manager. Beide Tools lassen sich im Setup deaktivieren.

Nach einem Neustart steht XOSL zur Verfügung, alle weiteren Einstellungen erfolgen über das Bootmenü. Hier steht eine Vielzahl an Optionen zur Verfügung. So lässt sich etwa die Mausgeschwindigkeit einstellen, ein Hintergrundbild und Farbschemata wählen oder sogar Übergangseffekte für das Ein- und Ausblenden des Bootmenüs.

Individuelles Verstecken von Partitionen: Nicht jedes Betriebssystem darf alles sehen.
Individuelles Verstecken von Partitionen: Nicht jedes Betriebssystem darf alles sehen.

Das eigentliche Bootmenü hat ein separates Setup. Die bootfähigen Partitionen erkennt das Tool nicht selbst, die Auswahlliste zeigt aber eventuell vorhandene Systembezeichnungen aus dem jeweiligen Bootsektor. Weniger Erfahrene dürfte vielleicht stören, dass in der Liste erweiterte Partitionen und logische Laufwerke sowie MBRs zusätzlicher Festplatten auftauchen. Zudem lassen sich zu jedem Bootmenüeintrag Partitionen beliebig verstecken oder anzeigen.