Ausfallsichere Systeme

Die kleinen Dinge

Im Bereich der Hardware-Ausfälle zeigen sich immer wieder zwei Ursachen für Fehler verantwortlich: mechanische Defekte und thermische Probleme. Unter mechanischen Defekten kann man neben Kontaktfehler durch Verschmutzung und Korrosion auch den Verschleiß drehender Teile eines Rechners subsumieren, also Festplatten, CD-ROM-Laufwerke und die zahlreichen Lüfter.

Der ständige Luftstrom durch den Rechner bewirkt den Staubsauger-Effekt: Die eingesaugten Partikel lagern sich auf Kontakten ab und sorgen mit der Zeit für Probleme - insbesondere beim Einbau neuer Komponenten. Gleichzeitig verringert die Verschmutzung die Kühlung von Bauteilen. Bessere Gehäuse haben vor den Lüftungsöffnungen ein Filtervlies, das den Staub abhält. Wichtig ist aber, dieses gelegentlich zu reinigen. Ansonsten kann der verringerte Luftdurchsatz zur Überhitzung im PC führen.

Thermische Probleme hängen meist mit defekten Lüftern zusammen. Neben der Temperaturüberwachung beispielsweise im PC-Innenraum haben sich Lüfter mit Tachoausgang bewährt. Fällt ein Lüfter aus oder wird er langsamer, löst der PC einen Alarm aus. Neben de Überwachung eines Lüfters ist auch dessen Dimensionierung nicht zu vernachlässigen. Anhand der Leistungsaufnahme heutiger Netzteile zeigt sich, dass der Leistungshunger selbst von Desktop-PCs in der Spitze bei über 250 Watt liegen kann, die das Gehäuse auch wieder verlassen müssen. Zu kleine Lüfter, Verschmutzung und ungünstiger Aufbau - beispielweise durch schlecht verlegte Flachbandkabel und dicht gepackte schnelle Festplatten - lassen Komponenten rapide altern.

Hohe Temperaturen verkürzen die Lebensdauer. Wird ein elektronisches Bauteil statt bei 25° Celsius Umgebungstemperatur bei rund 50° Celsius betrieben, halbiert sich die projektierte Lebensdauer. Erste Defekte treten dann oft schon nach 24 Monaten auf. Auch bei Festplatten ist ein derartiges Verhalten üblich.

Hermetisch abgeschlossen: In dem gekühlten und staubdichten Schrank sind die Server sicher aufgehoben.
Hermetisch abgeschlossen: In dem gekühlten und staubdichten Schrank sind die Server sicher aufgehoben.

Gart der Computer bei sommerlichen Temperaturen im eigenen Saft, ist der Ausfall quasi vorprogrammiert. Professionelle Server laufen daher meistens in teueren, klimatisierten Räumen. Für den Unternehmer, der einen derartigen Aufwand scheut, bieten sich neuerdings die patentierten, gekühlten Systeme von ITIS an. Hier laufen die Rechner bei niedrigen Temperaturen, von der Umwelt hermetisch abgeschieden, in einem "PC-Kühlschrank".