Curl - der Nachfolger von HTML?

16.01.2001 | von KLAUS MANHART  (Autor) 
Klaus Manhart
Dr. Klaus Manhart hat an der LMU München Logik/Wissenschaftstheorie studiert. Seit 1999 ist er freier Fachautor für IT und Wissenschaft und seit 2005 Lehrbeauftragter an der Uni München für Computersimulation. Schwerpunkte im Bereich IT-Journalismus sind Internet, Business-Computing, Linux und Mobilanwendungen.
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Der 'Erfinder' des World Wide Web, Tim Berners-Lee, will das Internet noch einmal verändern. Die neue Websprache Curl soll alle existierenden Webtechnologien vereinen.
HTML - die Sprache, mit der Websites erstellt werden und die das Internet und die Wirtschaft weltweit revolutioniert hat - soll bald ausgedient haben. Geht es nach dem Willen seines Erfinders, dem ehemaligen Cern-Physiker Tim Berners-Lee, dann sind die Tage von HTML gezählt. Curl heißt die neue Entwicklung, die HTML ablösen und zur Websprache der ersten Wahl werden soll. In den USA widmet sich ein eigenes Startup-Unternehmen diesem neuen Projekt. Die Curl-Gründer haben sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, einen völlig neuen Ansatz zu erarbeiten, in dem Internetinhalte wesentlich einfacher und kohärenter entwickelt und präsentiert werden können.
Die Idee von Curl ist eigentlich schon alt. Bereits 1995 begannen Professoren vom Bostoner Massachusetts Institute of Technology (MIT) neue Technologien für das WWW zu erforschen. Über 10 Millionen Mark Zuschuss erhielten sie dafür von der US-Regierung. Die Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass bei der aktuellen Webtechnologie eine unglückliche Trennung zwischen Programmen und Dokumenten existiert - und zwar weil kein Werkzeug mit ausreichender Generalität vorhanden ist.

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