Abbilder von Datenträgern anfertigen
Clonezilla: Kostenloses Klon-Werkzeug
von
Jürgen DonauerJürgen Donauer war als Systemadministrator zunächst für Informix und später IBM tätig. Dann verschlug es ihn in das Rechenzentrum von Media-Saturn . Dort kümmerte er sich mitunter um die Webserver, Datenbankanbindungen und den Online-Shop. Anschließend war er als Redakteur im Bereich Linux für TecChannel tätig. Derzeit arbeitet Jürgen Donauer als freier Autor für TecChannel sowie als Privatdozent.
, 06.07.2010
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Das Klonen von Datenträgern gehört zu den Standardaufgaben in IT-Abteilungen. Das kostenlose Open-Source-Tool Clonezilla beherrscht diese Aufgabe und klont Partitionen wie Festplatten oder erstellt entsprechende Abbilder.
Funktionalität: Das kostenlose
Clonezilla basiert in erster Linie auf
Partclone. Es kann aber optional
Partimage,
ntfsclone oder dd einsetzen, um Partitionen und
Festplatten zu Klonen. Mit der ebenfalls von den Clonezilla-Machern entwickelten Software
drbl-winroll lassen sich Rechner-Name, Gruppe und SID von geklonten
Windows-Maschinen automatisch ändern. Das System unterstützt so ziemlich alle auf dem Markt eingesetzten Dateisysteme. Dazu gehören unter anderem ext4, VMFS (VMWare ESX), NTFS und HFS+. Bei unterstützten Dateisystemen kopiert die Software nur die belegten Blocks, was sich deutlich auf die Geschwindigkeit auswirken kann. Für nicht-unterstützte Dateisysteme verwendet Clonezilla dd und kopiert die Partition Sektor-weise.
Installation: Clonezilla Live wird, wie der Name bereits vermuten lässt, in den meisten Fällen nicht installiert. Das auf
Linux-basierende Betriebssystem starten Sie in der Regel von einer CD oder einem USB-Massenspeicher. Es lässt sich aber auch via PXE über das
Netzwerk starten. Dazu brauchen Sie
Clonezilla allerdings auf einem PXE-
Server. Die Entwickler stellen auch für diesen Fall eine
Dokumentation zur Verfügung. Derzeit gibt es zwei verschiedene Basen für Clonezilla. Die Entwickler stellen sowohl eine Debian- als auch eine Ubuntu-basierte (Lucid Lynx) Lösung vor.
Bedienung: Nach dem Start begleitet Sie ein rudimentärer Wizard durch die nächsten Schritte wie zum Beispiel Sprache und Tastatur-Einstellung. Danach können Sie Clonezilla starten oder auf die Kommandozeile wechseln. Sollte Sie ersteres wählen, haben Sie die Möglichkeit, Partitionen direkt auf andere zu klonen, oder Abbilder von diesen zu erstellen. Diese Abbilder können Sie auf ein lokales Gerät ablegen, oder übers Netzwerk speichern. Für letzteres stehen die Optionen SSH, Samba und NFS zur Verfügung.
Fazit: Clonezilla bietet alles, was man für ein erfolgreiches Klonen von Partitionen benötigt. Es ist zwar nicht so schick wie manch kommerzielle Software, steht diesen in Sachen Funktionsumfang aber kaum nach. Darüber hinaus ist Clonezilla komplett kostenlos und Open-Source. Die Ubuntu-Variante wirkt unausgereifter als die Debian-Version. Im Test gab es Grafikfehler, die das System so gut wie unbedienbar machte. Daher rät
TecChannel zur Debian-Version als erste Option. Weitere nützliche Informationen zu der Software Live finden Sie auch im TecChannel-Artikel "
Praxisworkshop Clonezilla Live: Kostenlos Klonen" (mje)
ClonezillaVersion: | 1.2.5-17 (Debian) / 20100521 (Ubuntu) |
Hersteller: | |
Download Link: | |
Sprache: | Englisch |
Preis: | Kostenlos |
System: | Eigenes Betriebssystem |