Praxis-Tipps

Ratgeber: RAID-Controller optimal konfigurieren

von Bernhard Haluschak, 21.12.2005

Read Ahead und Adaptive Read Ahead

Wie bei den Schreiboperationen bietet ein RAID-Controller auch für die Leseanweisungen verschiedene Caching-Strategien. Im Einzelnen sind dies Read Ahead (als Default-Einstellung), Adaptive Read und No Read Ahead.
Bei der Read-Ahead-Strategie fordert der RAID-Controller neben den tatsächlichen Daten auf der Festplatte auch die weiteren Informationen, die daneben liegen, an. Diese “vorweggenommenen“ Daten werden in den Cache zwischengespeichert. Werden beim nächsten Request diese Daten verlangt, kann der Controller diese direkt aus dem Puffer lesen und an das Betriebssystem weiterleiten. Ein Zugriff auf die Festplatte ist dann nicht mehr erforderlich. Das spart Zeit und erhöht die Performance bei Datenanforderungen. Besonders bei zusammenhängenden Datenstrukturen, die sequenziell gelesen werden können, wie Video-Streams oder Audio-Files, kann dieses Verfahren seine besondere Stärke ausspielen. Auch die Defragmentierung einer Festplatte wirkt sich positiv auf die Performance des Storage-Systems aus, wenn die Read-Ahead-Funktion des Cache-RAID-Controllers aktiviert ist.
Read-Policy: Der Anwender kann je nach Datenstruktur seiner Anwendungen die optimale Einstellung zum Lesen der gespeicherten Festplatteninformationen auswählen.
Read-Policy: Der Anwender kann je nach Datenstruktur seiner Anwendungen die optimale Einstellung zum Lesen der gespeicherten Festplatteninformationen auswählen.
Read-Policy: Der Anwender kann je nach Datenstruktur seiner Anwendungen die optimale Einstellung zum Lesen der gespeicherten Festplatteninformationen auswählen.
Die Adaptive-Read-Ahead-Option beinhaltet eine “intelligente“ Read-Ahead-Strategie. Diese aktiviert Read-Ahead-Lesezugriffe erst dann, wenn zwei aufeinander folgende Read-Anweisungen Daten aus zwei hintereinander liegenden Sektoren der Festplatte auslesen. Erhält der RAID-Controller Daten aus zufälligen Sektoren der Festplatte, schaltet er in den No-Read-Ahead-Modus um. Der Controller wertet aber weiter alle Leseanweisungen aus, ob sie aus zwei hintereinander liegenden Sektoren kommen. Ist dies der Fall, kann er sofort wieder Read-Ahead-Zugriffe einleiten.
Im No-Read-Ahead-Modus liest der Storage-Controller nicht “vorausschauend“ die Daten ein. Das heißt, es wird nur jeweils ein Sektor eingelesen, auch wenn der folgende Nachbarsektor die nächsten Lesedaten enthält. Welche Read-Strategie die bessere ist, hängt letztlich von der Anwendung ab und von deren Datenstruktur auf der Festplatte.
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