iSCSI - IP-basierte Speichernetze

iSCSI soll in Zukunft Speicherdaten relativ preiswert über das TCP/IP-Netz transportieren. Damit tritt es in direkte Konkurrenz zu dem dafür optimierten Fibre Channel. Beide Methoden haben Vor- und Nachteile.
Bei der Speicherung von Daten ist SCSI praktisch das einzige Protokoll bei professionell eingesetzten Speichergeräten. Die Internet-Protokollfamilie IP ist der maßgebliche Standard in Nahbereichs- und Weitverkehrsnetzen, LANs und WANs. iSCSI soll nun beide Protokolle verbinden und so den kostengünstigen Aufbau von Speichernetzwerken auf Basis von gängigen Ethernet-Netzwerkkomponenten ermöglichen.
Die Kombination des 20 Jahre alten SCSI und der 40 Jahre alten IP-Familie tritt damit direkt gegen den jungen Fibre Channel an, der seit etwa sechs Jahren auf dem Markt ist. Auch das Fibre Channel Protocol (FCP) basiert auf seriellem SCSI, wurde aber speziell an die Anforderungen in einem SAN angepasst. Die damit aufgebauten Fiber-Channel-Speichernetze sind inzwischen etabliert und weit verbreitet. iSCSI hingegen tut sich momentan noch unerwartet schwer, in der IT-Landschaft Fuß zu fassen.
Im Folgenden erläutern wir die prinzipielle Funktionsweise und Vor- und Nachteile von iSCSI. Detaillierte Grundlagen über Storage Area Networks finden Sie in unserem Beitrag SANs - Standards und Lösungen.
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