Network Attached Storage für Arbeitsgruppen
Test: NetGear ReadyNAS NV+
Durchsatz & Reaktionszeit
Das ReadyNAS NV+ von NetGear bricht unter der Last multipler Dateioperationen der Clients völlig zusammen. Das im professionellen Storage-Umfeld anerkannte Benchmark-Tool NetBench ermittelt schon beim ersten das NAS belastenden Client einen Durchsatz von nur 18,3 MBit/s. Die von TecChannel bereits getestete Buffalo TeraStation Pro II erreicht mit identischer Festplattenbestückung immerhin 50 MBit/s. Obwohl deutlich schneller, ist für ein NAS mit vier Laufwerken selbst dieser Wert kein Ruhmesblatt.

Dürftige Performance: NetGears ReadyNAS NV+ ist bei vielen kleinen Dateioperationen schon bei einem Client völlig überfordert. Der 280-MHz-RISC-Prozessor ist deutlich zu schwach dimensioniert.
Die gewählte RAID-Konfiguration – in unserem Fall RAID5 und X-RAID – besitzt bei NetBench keinen Einfluss auf die Performance des ReadyNAS NV+. Die Unterschiede sind vernachlässigbar. Um zu überprüfen, ob schnellere Festplatten mehr Geschwindigkeit ermöglichen, ersetzen wir die vier Samsung SpinPoint P120-Modelle mit vier Top-Drives. Statt 73 MByte sequenzieller Transferrate und einer mittleren Zugriffszeit von 7,0 ms der P120 sind nun pro Festplatte über 100 MByte/s und zirka 6,0 ms möglich. Allerdings ermöglichen die schnelleren Festplatten ebenfalls keinen höheren Durchsatz des ReadyNAS NV+.
Während die TeraStation Pro II sich bei mehreren Clients auf immerhin 58 Mbit/s steigert, verharrt das ReadyNAS NV+ bei sehr dürftigen 17 bis 18 Mbit/s – egal ob mit schnellen oder langsamen Laufwerken. An der Performance der Festplatten liegt es somit nicht, damit wären deutlich höhere Geschwindigkeiten möglich. Obwohl das ReadyNAS NV+ mit dem verwendeten Storage-Prozessor Infrant IT3107 Hardware-RAID-Support bieten, ist der Chip für das Handling multipler Dateioperationen deutlich unterdimensioniert. Der 280-MHz-RISC-Prozessor ermöglicht nur einen bestimmten Durchsatz – fast unabhängig von der Anzahl zugreifender Clients.

Verzögerung: Mit 13 ms Ansprechzeit bei 15 Clients reagiert NetGears ReadyNAS NV+ sehr langsam. In der X-RAID-Konfiguration verstreichen sogar 14 ms. Buffalos TeraStation Pro II genügen durch den flinkeren 500-MHz-ARM-Prozessor 4,3 ms. Und selbst dieser Wert ist im Vergleich zu dem bereits getesteten Iomega StorCenter Pro NAS 250d (3,2-GHz-Celeron) mit 1,4 ms schon hoch.
Auch die typischen Ansprechzeiten bei Dateioperationen zeigen, dass der IT3107 beim NetBench-Test überfordert ist. Bereits bei einem Client verstreichen durchschnittlich 0,9 ms bis zur Ausführung der Aktion. Versuchen 15 Clients gleichzeitig auf das ReadyNAS NV+ zuzugreifen, so heißt es, sich in Geduld üben: Satte 13 ms vergehen. Selbst der nicht durch ihre hohe Geschwindigkeit berühmten TeraStation Pro II von Buffalo genügen hier 4,3 ms. Und die TeraStation ist durch ihren 500-MHz-ARM-Prozessor ebenfalls gehandikapt.
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Meinungen zu diesem Artikel (3 von 7)
peperoncino
06.06.08 09:46
nslu2
habt ihr die auch mal getestete? was kann man denn von einem raid1 ueber 2 via usb angeschlossene pl
Jürgen Donauer
05.06.08 13:26
Ich bin noch immer am Überlegen, selbst ein System aufzusetzen. Schau Dir mal den TC-Artikel über
Christian Vilsbeck
05.06.08 11:16
Hallo Pivo, auf dem NAS 250d ist ein ganz normales Microsofts Windows Storage Server 2003 R2 instal




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