ILM: Daten nach ihrem Wert sortieren
Visionen der Snia
Die Snia-Initiative Data Management Forum soll "die führende Autorität und Ressourcenquelle für die Daten-Management-Infrastruktur und das Information-Lifecycle-Management sein, um die Interoperabilität zwischen den ILM-Lösungen und Datenservices zu fördern". DMF-Programmdirektor Michael Peterson wählt für seine ILM-Vision einen ziemlich umfassenden Ansatz. Er will "das Problem der Komplexität des Managements strategisch lösen".

Ein neuer Satz von Verwaltungspraktiken wird erstellt, der den Wert einer Information für das Unternehmen bestimmt und den besten Platz für die Speicherung aussucht.
Seiner Meinung nach reichen die Computerwissenschaften für das Management (computer science of management) nicht aus, um die Erfordernisse heutiger global vernetzter Business-zu-Business-Rechenzentren oder der On-Demand-Datencenter der nahen Zukunft zu erfüllen. Denn, so Peterson, das Problem ist die Komplexität. Im Rechenzentrum berechnet er sie so: Zahl der Server mal Zahl der Clients mal Zahl der Applikationen mal Zahl der Netzkomponenten mal Zahl der Speicherelemente mal Zahl der Verbindungen mal Zahl der Hersteller.
Damit sich die Administratoren in diesem Dschungel zurechtfinden, wurden Management-Werkzeuge angeschafft - bis zu 20 verschiedene je Rechenzentrum. Und das ist nach Meinung von Peterson falsch: "Mehr Tools sind keine Lösung, aber auch nicht das eine Werkzeug, dessen Versprechen lautet, alle Einzelfunktionen unter einem Dach zu haben." Ähnlich wie man ab 1995 dem Problem der Verwaltung einer Unmenge von Speicherplatten durch die Einführung von Speichernetzen begegnete und seit 1999 die Blade-Server helfen, die Server-Farmen in handhabbare Rechenknoten umzuwandeln, sei es jetzt notwendig, sich auch für das Daten-Management eine neue Architektur einfallen zu lassen.
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