Betriebskosten senken

12 Spartipps für Storage-Systeme

15.10.2012 (aktualisiert) | von Andreas Schaffry (Autor) 
Andreas Schaffry
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und seit 2006 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Foto: Infortrend
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Speichersysteme sind oft das Stiefkind der IT-Abteilungen in Unternehmen. Sie werden häufig außer Acht gelassen oder unterschätzt. IT-Verantwortliche verschenken so Einsparpotenziale, die sich durch eine optimale Nutzung und den Betrieb von Speichersystemen erzielen lassen.
Zu wenig Speicherplatz, fehlende Kompression, kein Thin Provisioning - dabei können Unternehmen die IT-Kosten für den Betrieb der Storage-Lösungen um bis zu 50 Prozent senken und zugleich die Speicherkapazitäten verdoppeln. Nach Ansicht von Luis Praxmarer, Research Director beim Münchener IT-Analystenhaus Experton Group, ist die effiziente Gestaltung und Auslastung der Speicherlösungen wegen des Kostendrucks auf die IT-Budgets ein Muss. Dieses Ziel lässt sich mit folgenden zwölf Ansätzen und Methoden erreichen.
1. Content-Management verbessern: Betriebe nutzen im Schnitt 60 Prozent des vorhandenen Speicherplatzes nicht oder nur sehr schlecht aus. Zudem fehlt ihnen der Überblick über die Verteilung der Daten im Storage-System. Durch ein verbessertes Content-Management lassen sich falsch genutzter, verwaister oder überbeanspruchter Speicherplatz erkennen und das Storage-System besser auslasten.
2. Verlustfrei komprimieren. Aufgrund gesetzlicher Vorschriften müssen Unternehmen immer mehr Daten und Aufzeichnungen und auch Dateitypen wie ZIP-Dateien und PNG- und GIF-Images rechtskonform aufbewahren. Sie sollten im Rahmen der Datenspeicherung ausschließlich mithilfe verlustfreier Techniken komprimiert werden, um die Datenintegrität sicherzustellen und Datenverluste zu vermeiden.
3. Cloud-Storage und Storage-Pools nutzen: In manchen Speicherumgebungen lässt sich mithilfe Cloud-basierter Storage-Lösungen der Vor-Ort-Speicherbedarf reduzieren. Diese eignen sich insbesondere für Entwicklungs- und Testsysteme sowie für Backups. Zudem sollte der Einsatz von Storage-Pools geprüft werden. Damit kann Speicherkapazität von mehreren Anwendungen gemeinsam genutzt werden.

Bis zu 50 Datenbankkopien

4. Deduplizierung durchführen: Mithilfe einer Deduplizierung lässt sich eine redundante Datenhaltung vermeiden, denn doppelt oder mehrfach vorhandene Dateien werden gefunden, und davon wird nur eine Kopie abgespeichert. Je nach Applikationsumfeld lässt sich so Speicherplatz im Verhältnis von bis zu 22:1 einsparen. Es gibt vier Methoden der Deduplizierung: Inline, Post-Process, Quell- und Ziel-Deduplizierung.
5. Golden Records schaffen. Der Wechsel zu verteilten Computing-Umgebungen, in denen eine Shared-Nothing-Storage-Architektur eingesetzt wird, führt dazu, dass es von häufig genutzten Datenbanken zwischen sieben und 50 Datenbankkopien gibt. Beim Shared-Nothing-Storage arbeitet ein Verbund von Speichersystemen weitgehend autark.
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