Akustik-Tuning für Festplatten

Leisere Festplatten durch leisere Zugriffsgeräusche: Automatic Acoustic Management heißt die Funktion des ATA-Standards. Damit lassen sich Festplatten jederzeit zwischen höchster Performance und Laufruhe umschalten.
Festplatten müssen schnell sein, lautet die oberste Prämisse. Krach können die Laufwerke dabei ruhig machen, denn wer langsam ist, bleibt auf der Strecke. Von dieser Denkschablone sind Hersteller und Anwender inzwischen abgekommen.
Der Trend geht hin zu leisen Festplatten. Die Laufwerke sollen ihren Dienst unauffällig verrichten und nicht durch ein hohes Laufgeräusch und knackende Zugriffe nerven. Eine geringere Performance wird dabei von vielen gerne in Kauf genommen. Besonders im boomenden Markt der Personal Video Recorder – beispielsweise digitale Satelliten-Receiver mit integrierter Festplatte - stören jegliche Geräusche.

Hot Spot: Das Analysebild der Sound-Intensität einer Festplatte zeigt deutlich den Krachmacher Magnetarm (roter Bereich).
Neben klassischen Lösungsansätzen für geringe Geräusche wie Flüssigkeitslager oder niedrige Drehzahl gibt es Möglichkeit, die Zugriffsgeräusche zu reduzieren. Die Positionierung der Magnetköpfe durch den Aktuator übertönt das Laufgeräusch der Festplatte bei weitem. Je geringer die Zugriffszeit ist, desto lauter ist die Geräuschemission des Aktuator-Motors und des Magnetarmlagers.
Verantwortlich für die Steuerung des Magnetkopfarms ist die Firmware des Laufwerks. Durch das Automatic Acoustic Management Feature Set (AAM) der ATA/ATAPI-Spezifikation lässt sich die Zugriffsart nun sehr leicht per Software individuell einstellen. Vorraussetzung: Die Firmware der Festplatte muss diese ATA-Befehle unterstützen.
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