Ratgeber: Disaster-Recovery-Verfahren

18.09.2007 | von Johann Baumeister (Autor) 
Johann Baumeister
Dipl. Inform. Johann Baumeister blickt auf über 25 Jahre Erfahrung im Bereich Softwareentwicklung sowie Rollout und Management von Softwaresystemen zurück und ist als Autor für zahlreiche IT-Publikationen tätig. Sie erreichen ihn unter jb@JB4IT.de
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Herkömmliche Wiedergewinnungskonzepte sehen meist das Backup von Daten und die Neueinrichtung eines Servers vor. Neue Techniken berücksichtigen auch Applikationen, Prozesse und Standorte.
Geschäftsprozesse werden durch Applikationen und die von ihnen verwalteten Daten abgebildet. Sie aufrechtzuerhalten, ist Ziel der "Business Continuity", auch "High Availability" genannt. Da Daten und Prozesse stets zusammengehören, verwundert es, dass sich Disaster Recovery meist nur der Sicherung und Wiederherstellung der Daten widmete. Ein Grund hierfür dürfte in der "Unveränderlichkeit" der Programme liegen - verglichen mit der Flüchtigkeit der Daten.
Blieben Applikationen in der Vergangenheit vielleicht für ein Jahr unverändert, änderten sich die Daten mit jeder Sekunde. Im Fehlerfall werden die Server neu gestartet und die Daten neu zugewiesen. Je nach Systemumgebung kann dieser Vorgang Minuten, aber auch Tage in Anspruch nehmen.
In typischen Großrechnerumgebungen gibt es zudem feste Wartungszeiten, in denen die Dienste (kontrolliert) nicht zur Verfügung stehen. Wegen des Rund-um-die-Uhr-Betriebs, Home-Office-Arbeit mit freier Zeiteinteilung sowie weltweiter Internet-Präsenz lassen sich diese Konzepte kaum noch aufrechterhalten. Durch häufige Software-Updates verändern sich auch die Applikationen. Zwar wird kein Unternehmen seine Server dem monatlichen Patch-Diktat der Hersteller unterwerfen, so mancher Fix ist allerdings unumgänglich.

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