Stichtag 1. Februar 2014

SEPA: Der Countdown läuft nicht nur für Banken

09.06.2013 | von Silke Liebscher-Trapp und Rainer Neideck
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Schritt für Schritt zur SEPA-Transformation - wie Sie es jetzt noch schaffen, Ihr Unternehmen rechtzeitig umzustellen.
Bis zum 1. Februar 2014 soll es so weit sein: Der einheitliche Euro-Zahlungsraum SEPA (Single Euro Payments Area) wird Realität. Ab diesem Zeitpunkt gibt es keinen Unterschied mehr zwischen inländischen und europäischen Überweisungen und Lastschriften. Dabei ist SEPA Direct Debit, kurz SDD, das einheitliche Lastschriftverfahren, während SEPA Credit Transfer, kurz SCT, für das Überweisungsverfahren steht. Künftig sind Unternehmen und Organisationen verpflichtet, beide Verfahren einzuhalten. Insbesondere vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen ist die Dringlichkeit einer Umstellung aber noch nicht bewusst.
Eine Transformation der Unternehmensprozesse und -Anwendungen auf SEPA bedeutet ein umfangreiches Projekt. Nach einer Studie von EuroFinance hatten 52 Prozent der Unternehmen Ende 2012 in der SEPA-Zone bis dahin noch nicht mit ihrer Umstellung begonnen.
Für viele Unternehmen besteht jetzt Handlungsbedarf: Sie müssen ihre Anwendungen, Prozesse und Daten bis zum Stichtag umstellen. Gleichzeitig muss im Rahmen der Zahlungssysteme und -prozesse eine langfristige Strategie entwickelt werden.
Keine SEPA-Transformation ist wie die andere. Deshalb muss sie jeweils auf die spezifische Situation eines Unternehmens Rücksicht nehmen. Grundsätzlich sind zwei verschiedene Szenarien denkbar:
  • Szenario 1 konzentriert sich auf die Modernisierung beziehungsweise Transformation der Prozesse und Anwendungssysteme hin zu SEPA unter Beibehaltung der bestehenden Prozesslogik und der bestehenden IT-Infrastruktur.
  • In Szenario 2 werden neben der Umstellung auf SEPA auch die Zahlungs- und Geschäftsprozesse optimiert, automatisiert sowie Teile der IT-Infrastruktur transformiert.
Da aufgrund des knappen Zeitrahmens eine Umstellung nach dem Szenario 2 oft unrealistisch erscheint, bietet sich dann nur noch eine Umstellung auf der Basis von Szenario 1 an. Das garantiert in erster Linie SEPA-konforme Prozesse und die Einhaltung der Compliance-Vorgaben. Hierfür sind vier Schritte erforderlich:
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