Notfallpläne kein Standard

Sicherheitsstandards für mobile Geräte fehlen in Unternehmen

08.11.2012 (aktualisiert) | von Christiane Pütter (Autor) 
Christiane Pütter ist freie Journalistin.
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Nur 56 Prozent der Anwenderunternehmen haben spezielle Sicherheitsstandards für mobile Geräte. Während IT-Firmen häufig über einen Notfallplan verfügen, sieht es bei Anwenderunternehmen vergleichsweise düster aus. Weniger als die Hälfte der Firmen besitzt dergleichen, so eine Bitkom-Studie.
"Deutliche Defizite" in puncto IT-Security stellt der Branchenverband Bitkom (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) aus Berlin bei deutschen Anwenderfirmen fest. Das geht aus der Studie "Vertrauen und Sicherheit im Netz" hervor.
Wo kleine Firmen und Großunternehmen laut Bitkom-Umfrage die IT-Sicherheit ansiedeln
Wo kleine Firmen und Großunternehmen laut Bitkom-Umfrage die IT-Sicherheit ansiedeln
Wo kleine Firmen und Großunternehmen laut Bitkom-Umfrage die IT-Sicherheit ansiedeln
Foto: BITKOM
Über 500 Anwenderunternehmen und zusätzlich mehr als 300 Technikfirmen (IT und Telekommunikation) haben an der Studie teilgenommen. Der Bitkom wollte wissen, wie es um die Organisation von Datenschutz und IT-Sicherheit bestellt ist.
Unterschiede zeigen sich nicht nur zwischen Anwendern und ITK-Firmen, sondern auch zwischen Unternehmen der verschiedenen Größen. So ist die IT-Sicherheit in kleinen Firmen öfter Chefsache als in Konzernen.
Dazu ein paar Zahlen: 66 Prozent der kleineren Firmen (KMUs) siedeln IT-Sicherheit bei der Geschäftsführung an - bei den Großunternehmen sind es nur 15 Prozent. In den Konzernen liegt die Verantwortung bei den Bereichsleitern (55 Prozent) oder den Fachabteilungen (30 Prozent).
Das Thema Datenschutz verantwortet in 42 Prozent der KMUs ebenfalls die Geschäftsleitung. Bei 33 Prozent der kleinen Firmen haben die Bereichsleiter den Hut auf und bei 25 Prozent die Fachbereiche. Anders in den großen Unternehmen: Hier gehört der Datenschutz zu je 45 Prozent in die Bereichs- und die Fachleitung. Die Geschäftsleitung kümmert sich in zehn Prozent der Unternehmen darum.
Frage Sicherheitsstandards für mobile Endgeräte: Anwenderfirmen im Kontrast zu ITK-Unternehmen laut Bitkom-Umfrage.
Frage Sicherheitsstandards für mobile Endgeräte: Anwenderfirmen im Kontrast zu ITK-Unternehmen laut Bitkom-Umfrage.
Frage Sicherheitsstandards für mobile Endgeräte: Anwenderfirmen im Kontrast zu ITK-Unternehmen laut Bitkom-Umfrage.
Foto: BITKOM
Der Bitkom hat gefragt, ob die Unternehmen Notfallpläne für IT-Sicherheitsvorfälle entwickelt haben. Hier zeigt sich die Diskrepanz zwischen ITK- und Anwenderfirmen. In Zahlen: Eine satte Mehrheit von 95 Prozent der ITK-Firmen verfügt über einen solchen Notfallplan - aber nur 46 Prozent der Anwenderunternehmen.
Auch bei der Sicherheit mobiler Endgeräte hinken die Anwenderfirmen hinterher. 75 Prozent der ITK-Unternehmen legen spezielle Sicherheitsstandards für mobile Handhelds fest. Unter den Anwendern sind es nur 56 Prozent.
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