Datensicherung und Hyper-V

Windows Server 2012 / 2008 R2 - Snapshots von virtuellen Servern

28.09.2012 | von Thomas Joos (Autor) 
Thomas Joos ist freiberuflicher IT-Consultant und seit 20 Jahren in der IT tätig. Er schreibt praxisnahe Fachbücher und veröffentlicht in zahlreichen IT-Publikationen wie TecChannel.de und PC Welt. Das Blog von Thomas Joos finden Sie unter thomasjoos.wordpress.com.
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Snapshots können bei der Sicherung von virtuellen Servern auf Basis von Hyper-V gute Dienste leisten. Beim Erstellen von und Arbeiten mit Snapshots gilt es einige Punkte zu beachten. Zudem werfen wir einen Blick auf die Unterschiede zwischen Windows Server 2012 und Windows Server 2008 R2.
Natürlich lassen sich auch virtuelle Server mit herkömmlichen Sicherungsstrategien sichern. Dazu installieren Sie auf den virtuellen Servern die Agenten der entsprechenden Sicherungslösung. Dadurch behandelt das Datensicherungsprogramm diese Server genauso wie normale physische Server. Diese Art der Datensicherung sichert aber nicht die Konfiguration der virtuellen Maschine und verwendet auch nicht die optimierten Methoden, die Hyper-V zur Verfügung stellt.
Die Agenten entsprechender Programme nutzen außerdem nicht den Hypervisor und können daher weder die Schattenkopien noch Schnappschüsse zur Sicherung nutzen. Das erhöht die zu sichernde Datenmenge und die Dauer der Datensicherung. Datensicherungen, die Hyper-V unterstützen, nutzen Schnittstellen von Hyper-V zur optimalen Sicherung. In diesem Zusammenhang kann die Software Snapshots der virtuellen Server zur Sicherung verwenden, ebenso den Schattenkopiedienst. Das ist wesentlich effizienter, schneller und auch stabiler als herkömmliche Sicherungen.
Die Anwendung erstellt Snapshots im laufenden Betrieb automatisch, und die virtuellen Server stehen weiterhin den Anwendern zur Verfügung. Solche Online-Sicherungen belasten die Hardware des Hosts nicht und ermöglichen auch Sicherungen während der Arbeitszeit.
Müssen Sie mehrere virtuelle Server auf einem Host sichern, kann eine kompatible Lösung auch gemeinsame Dateien erkennen und muss diese nicht doppelt sichern. Laufen auf einem Hyper-V-Host zum Beispiel zehn Server mit Windows Server 2008 R2/2012, kriegt das die Software mit und sichert die Daten nicht doppelt, sondern sie erkennt identische Systemdateien und sichert nur unterschiedliche Dateien.

Snapshots von virtuellen Servern erstellen

Hyper-V ermöglicht die Erstellung von Snapshots, auch ohne dass Sie Zusatzanwendungen installieren. Sie können für jeden virtuellen Computer in Hyper-V maximal 50 Snapshots erstellen. Den entsprechenden Befehl finden Sie im Kontextmenü der virtuellen Computer im Hyper-V-Manager.
In Windows Server 2012 hat Microsoft Snapshots verbessert. So besteht jetzt die Möglichkeit, Snapshots zusammenzuführen, ohne dass virtuelle Server heruntergefahren werden müssen. Diese Online-Merges (Zusammenführungen) sollen die Ausfallzeiten von virtuellen Servern reduzieren. Wenn Sie die neue Hyper-V-Replikation in Windows Server 2012 verwenden, überträgt der Assistent die Daten auf Basis von Snapshots und erstellt für bereits übertragene virtuelle Server auf dem Zielserver erneut Snapshots.
Während der Erstellung des Snapshots bleibt der Computer online und steht weiterhin den Anwendern zur Verfügung. Die erstellten Snapshots zeigt der Hyper-V-Manager im mittleren Bereich der Konsole an. Hyper-V speichert die Snapshots in dem Verzeichnis, das Sie in den Einstellungen des virtuellen Computers im Bereich Speicherort für Snapshotdateien angeben. Sobald ein Snapshot erstellt ist, können Sie das Verzeichnis nicht mehr ändern.
Mit Windows Server 2012 und dem neuen Hyper-V hat Microsoft das Dateiformat der virtuellen Festplatten von vhd zu vhdx geändert. Platten im .vhd-Format unterstützen nur eine Größe von 2 TByte. Beim Erstellen neuer Harddisks können Administratoren das Format auswählen. Im folgenden Beitrag weisen wir gegebenenfalls immer auf die jeweiligen Formate hin.
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