AMD Pacifica: Virtualisierung von CPU & Speicher

von Christian Vilsbeck, 27.10.2005
PDF PDF | eBook eBook

Device Exclusion Vector

Ein weiteres Feature von Pacifica gegenüber Intels Vanderpool-Technologie stellt der Device Exclusion Vector (DEV) dar. DEV behandelt in virtuellen Maschinen DMA-Zugriffe und Geräte die DMA benötigen. DMA-fähige Geräte greifen direkt auf den Speicher des Systems ohne Hilfe des Prozessors zu. Nur die Initialisierung des Speicherzugriffs erfolgt weiterhin über die CPU.
Der Device Exclusion Vector der SVM-Architektur bietet in VMs einen Schutz vor dem Zugriff DMA-fähiger Geräte auf den physikalischen Speicher (Page-Basis). Die Regelung übernimmt eine Control-Logik in der Host Bridge der im Prozessor integrierten Northbridge.
Schutz vor Zugriffen: Über den Device Exclusion Vector entscheidet AMDs Pacifica, ob ein DMA-Zugriff in einer virtuellen Maschine erlaubt ist. (Quelle: AMD)
Schutz vor Zugriffen: Über den Device Exclusion Vector entscheidet AMDs Pacifica, ob ein DMA-Zugriff in einer virtuellen Maschine erlaubt ist. (Quelle: AMD)
Schutz vor Zugriffen: Über den Device Exclusion Vector entscheidet AMDs Pacifica, ob ein DMA-Zugriff in einer virtuellen Maschine erlaubt ist. (Quelle: AMD)
Die Host Bridge unterstützt in der ersten Implementation von Pacifica vier so genannte Protection Domains. Jede Protection Domain ist mit einem DEV gekoppelt. Die Identifikation von DMA-fähigen Devices erfolgt über eine Unit-ID des HyperTransport-Busses. Die Host Bridge weist über diese ID-Erkennung die entsprechenden Protection Domains zu.
Bei jedem DMA-Zugriff überprüft AMDs Pacifica-Technologie über den Device Exclusion Vector somit die Gültigkeit. Der DEV ist somit ein simpler Mechanismus, um die Programmierung einer Hypervisor-Software zu vereinfachen.
'Server-Newsletter' bestellen!
Inhalt dieses Artikels
Das könnte Sie auch interessieren
Links zum Thema



Ihre Meinung zum Artikel
Benutzername:
Passwort: