Intels Vanderpool virtualisiert CPUs
Ausblick
Intel selbst klassifiziert Vanderpool nur als ersten Schritt in Richtung Virtualisierung. Noch wird für die Virtualisierung die entsprechende Software, in diesem Fall ein Host-Betriebssystem plus der VM-Software, benötigt. Die Idealvorstellung wird zukünftig sein, dass die Hardware die Virtualisierung gleich selbst erledigt. So lässt Intel in den Vanderpool-Spezifikationen bereits jetzt Spielraum für Erweiterungen.
Als nächste Schritte sollen die Virtualisierung des Speichers, des Netzwerk-Controllers und des Storage-Subsystems folgen. Selbst vor der Grafikkarte wird künftig nicht Halt gemacht. Langfristiges Ziel ist somit die Virtualisierung der kompletten Plattform.
Sowohl im Business- als auch im Consumer-Segment existieren zahlreiche Anwendungsszenarien für Virtualisierung - beispielsweise für die Migration von einem Betriebssystem zu einem anderen.
In einer VM lassen sich die verwendeten Programme ohne Gefahr mit dem neuen OS testen. Anwendungen, die auf dem neu einzusetzenden Betriebssystem nicht laufen, arbeiten einfach in einer eigenen VM mit dem bisherigen OS weiter. Bei Desktop-PCs im Consumer-Segment wären eigene hoch abgesicherte Installationen für den Internet-Zugriff möglich.
AMD besitzt mit Pacifica ebenfalls eine Virtualisierungstechnologie. Die Pacifica-Erweiterung ist mit Intels VMX-Befehlssatz nicht kompatibel. AMD virtualisiert mit Pacifica zusätzlich den integrierten Speicher-Controller. Außerdem beherrscht die AMD-Technologie neue Security-Features. Erste AMD64-Prozessoren mit Pacifica soll es im Laufe der ersten Jahreshälfte 2006 geben.
Einzelheiten über AMDs Virtualisierungsverfahren Pacifica finden Sie im Artikel AMDs Pacifica: Virtualisierung von CPU & Speicher. (cvi)
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