VirtualBox, VM, VDI

Ratgeber: Was ist was bei der Oracle Server- und Desktop-Virtualisierung

von Johann Baumeister, 26.10.2011
PDF PDF | eBook eBook
Aufmacher
Oracle bietet eine Reihe von Virtualisierungslösungen wie VDI, VM oder VirtualBox an. Was sich hinter den Begriffen verbirgt, erläutert dieser Artikel. Wir zeigen die Bandbreite von Produkten zur Server- bis hin zur Desktop-Virtualisierung.
Den Namen Oracle verbindet man nicht in erster Line mit Virtualisierungslösungen, sondern er assoziiert Begriffe wie Datenbank, Middleware Fusion, Java Technologie oder Industrie und Business-Lösungen. Dennoch bietet das Unternehmen einige interessante Produkte im Virtualisierungsbereich an.
Oracle möchte sich durch sein Virtualisierungsengagement dieses lukrative Segment der IT nicht verbauen. Auf der Oracle-Website finden sich alle derzeit angebotene Produkte wieder. Dies sind allen voran die Oracle Database, die Middleware Fusion und die Anwendungssysteme. Wer nach Virtualisierung aus dem Hause Oracle sucht, muss sich in die Rubrik "Ähnliche Technologien" begeben. Der vorletzte Eintrag darin ist mit Virtualisierung umschrieben.
Auf der Suche: Oracle gruppiert seine Virtualisierungstechniken unter "Ähnliche Technologien", die in der Produktübersicht nur schwer zu finden sind.
Auf der Suche: Oracle gruppiert seine Virtualisierungstechniken unter "Ähnliche Technologien", die in der Produktübersicht nur schwer zu finden sind.
Auf der Suche: Oracle gruppiert seine Virtualisierungstechniken unter "Ähnliche Technologien", die in der Produktübersicht nur schwer zu finden sind.
Klickt man auf den Link, so öffnet sich eine Seite, die schon etwas mehr zu dem Thema zu bieten hat. Einen Seitenhieb auf den Marktführer VMware liefert Oracle gleich mit und bezeichnet das eigene Virtualisierungsangebot als viermal mehr skalierbar als jenes von VMware. Diese Aussage bezieht sich auf Oracle VM, eines der Virtualisierungsprodukte des Datenbankherstellers. Daneben steht die Virtual Box, die wohl bekannter sein dürfte. Mit der VirtualBox zielt Oracle aber auf ein gänzlich anderes Segment der Virtualisierung. VirtualBox ist mehr mit VMware Server oder Workstation zu vergleichen, Oracle VM tritt in Konkurrenz zum ESXi-Server oder XenServer.

Servervirtualisierung mit Oracle VM

Oracle hat seine Virtualisierungslösung Oracle VM seit Ende 2007 im Programm. Es handelt sich dabei um ein System zur Virtualisierung von Servern. Im Sommer 2011 wurde die Version 3.0 vorgestellt. Als solches spielt Oracle VM in der Liga der Virtualisierungssysteme von VMware und dessen ESXi-Server, dem Microsoft Hyper-V oder Citrix XenServer.
Oracle VM 3.0 unterstützt 128 virtuelle CPUs pro virtueller Maschine. Auf den eigenen Sun Fire X4800 M2 Servern zeigte Oracle eine Installation mit 160 physikalischen CPUs und 2 TByte Arbeitsspeicher. Oracle VM basiert auf den Konzepten von Xen und setzt auf diesem Open-Source-Produkt auf. Infolgedessen ist Oracle VM mit Citrix XenServer vergleichbar, dessen Wurzeln ebenfalls in Xen liegen.
Details: Oracle VM ist aktuell in der Version 3.0 verfügbar.
Details: Oracle VM ist aktuell in der Version 3.0 verfügbar.
Details: Oracle VM ist aktuell in der Version 3.0 verfügbar.
Die Oracle-Virtualisierungssoftware unterstützt Anwendungen von Oracle und anderen Anbietern gleichermaßen. Dennoch wird Oracle mit dem begrenzten Angebot kaum in Wettbewerb zu VMware oder Microsoft treten wollen und können. Das ist derzeit aber auch nicht das Ziel des Datenbankgiganten. Für die Kunden von Oracle steht damit auch eine Oracle-eigene Virtualisierungssoftware zur Verfügung.
Die Software unterstützt die gesamte Virtualisierungsumgebung, ausgehend vom Betriebssystem Linux, von den Datenbanksystemen von Oracle, deren Middleware Fusion und die Anwendungen der Benutzer. Oracle gibt für diesen gesamten Stack seiner Produkte auch Support und unterstützt die Kunden beim Einsatz und bei der Konfiguration seines Virtualisierungssystems.
Um den Einsatz des Systems auf Oracle VM sicherzustellen, setzt das Unternehmen auf die Zertifizierung der Produkte. Oracle selbst hat einen Großteil seiner Produkte geprüft und für den Lauf auf Oracle VM zertifiziert. Wer möchte, kann sich die Software kostenfrei von der Oracle-Website herunterladen - das Unternehmen stellt diese den Anwender kostenfrei zur Verfügung.
Gratis: Nach der Registrierung auf der Oracle-Website können Interessierte die VM-Software kostenfrei herunterladen.
Gratis: Nach der Registrierung auf der Oracle-Website können Interessierte die VM-Software kostenfrei herunterladen.
Gratis: Nach der Registrierung auf der Oracle-Website können Interessierte die VM-Software kostenfrei herunterladen.
Um die Inbetriebnahme von Anwendungen zu beschleunigen, setzt das Unternehmen auf die Nutzung von Templates. Oracle positioniert seine Virtualisierungslösung in erster Linie für die eigene Kunden. Daher liefert das Unternehmen auch mehr als 90 vorbereitete Templates für die eigenen Produkte. Auch sie werden unter der Oracle-Website kostenfrei angeboten.
Diese Templates vereinfachen den Betrieb der Oracle-Produkte in den virtuellen Umgebungen von Oracle VM 3. Zu den Templates gehören jene für Oracle-Applications, -Middleware und -Datenbanken. Die Templates umfassen die Konfiguration der virtuellen Systeme und vereinfachen das Setup. Sie beinhalten alleKonzepte für die Bereitstellung eines vollkonfigurierten Softwarepakets. Diese helfen durch vorinstallierte und vorkonfigurierte Images, die Unternehmenssoftware schnell zu aktivieren.
Oracle VM umfasst ferner die Funktionalitäten für das Server-Clustering im Kontext der Servervirtualisierung. Der Hersteller spricht in diesem Zusammenhang auch von einer Umsetzung der Techniken des Grid-Computing.
Auf der nächsten Seite: Die Wurzeln von Oracle VM liegen in Xen
 
Seite 1 von 5
Inhalt dieses Artikels
Links zum Artikel



Ihre Meinung zum Artikel
Benutzername:
Passwort: