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Microsoft Hyper-V

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Microsoft Hyper-V
Microsoft Hyper-V
Hersteller: Microsoft
Anzahl der VMs pro CPU: 4
Architektur Hypervisor: Hyper-V
Einsatzgebiet: Server-Virtualisierung
Gast-Betriebssystem: Windows
Lizenzmodell: Microsoft-EULA

Tipps, Konfiguration, Fallstricke

Virtualisierung in der Praxis: Hyper-V fürs Netzwerk optimal konfigurieren

von Thomas Joos, 18.10.2011
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Aufmacher
Klemmt es bei virtualisierten Servern, etwa bei Exchange, kann durchaus die Netzwerkkonfiguration unter Hyper-V dafür verantwortlich sein. Beim Einsatz virtueller Server auf Basis von Hyper-V bieten sich Administratoren einige Möglichkeiten, die Netzwerkleistung zu optimieren.
Virtuelle Server in Hyper-V sind über den Hypervisor an einen virtuellen Switch angeschlossen. Dieser kommuniziert wiederum über die physische Netzwerkkarte mit dem eigentlichen Netzwerk. Virtuelle Server haben also zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf die physische Netzwerkkarte des Servers. Die Kommunikation erfolgt ausschließlich über den virtuellen Netzwerk-Switch, an den auch die physischen Netzwerkkarten des Servers angeschlossen sind.
Über den Manager für virtuelle Netzwerke verwalten Administratoren ebendiese in Hyper-V.
Über den Manager für virtuelle Netzwerke verwalten Administratoren ebendiese in Hyper-V.
Über den Manager für virtuelle Netzwerke verwalten Administratoren ebendiese in Hyper-V.
Einstellungen finden Administratoren daher direkt im Treiber auf dem Hyper-V-Host, im Manager für virtuelle Netzwerke und in den Einstellungen einzelner virtueller Maschinen.
Microsoft stellt ein sehr ausführliches Whitepaper zur Verfügung, das die Netzwerkverwaltung von Hyper-V detailliert erklärt. In diesem Whitepaper finden Sie auch ausführliche Erläuterungen und Grafiken zu den verschiedenen Netzwerken. Im Folgenden gehen wir auf einige Möglichkeiten ein, wie Sie die Leistung im Netzwerk mit Hyper-V-Servern verbessern.

Dedizierte physische Netzwerkkarten

Hyper-V-Hosts sollten Sie über eine dedizierte Netzwerkkarte verwalten, die nicht durch Hyper-V verwendet wird. Setzen Sie außerdem bei der Anbindung an NAS oder iSCSI ebenfalls auf einen dedizierten Adapter. Netzwerklastigen Servern sollten Sie eine eigene Karte spendieren.
Wird Hyper-V im Cluster eingesetzt, empfiehlt es sich gleichfalls, einen dedizierten Adapter verwenden. Über diesen führt der Cluster zum Beispiel die Live-Migration durch. Beim Betrieb in Clustern sollten Sie die Kommunikation zwischen den Knoten und dem Cluster Shared Volume (CSV) ebenfalls mit dedizierten Netzwerkkarten ausstatten. Auf diese Weise können Sie die Performance virtueller Server im Netzwerk erhöhen, da die Netzwerkkarten die Last im Netzwerk unter sich aufteilen und die virtuellen Server nicht ausgebremst werden.

Optimales Konfigurieren der Netzwerkprotokolle

Auch wenn Sie dedizierte Netzwerkkarten in Hyper-V einsetzen, haben Sie noch Optimierungspotenzial im Bereich der Netzwerkprotokolle. In den Eigenschaften der Netzwerkverbindungen deaktivieren Sie bei der entsprechenden Netzwerkkarte die Protokolle, die nicht notwendig sind.
Die Netzwerkverbindung, mit der Sie den Server verwalten, können Sie so belassen, wie sie ist. Setzen Sie im Netzwerk kein IPv6 ein, können Sie das Protokoll deaktivieren. Das ist allerdings keine empfohlene Konfiguration. Das gilt auch für die nachfolgenden Netzwerkverbindungen bezüglich der Deaktivierung von IPv6. Das Protokoll für Microsoft virtueller Netzwerkswitch können Sie in der Verwaltungskarte ebenfalls deaktivieren, da dieses nur in Hyper-V eine Rolle spielt und die Verwaltungsverbindung keinerlei Kommunikation mit Hyper-V durchführen soll.
Eingriffsmöglichkeit: Die Konfiguration der Netzwerkprotokolle bietet Optimierungspotenzial.
Eingriffsmöglichkeit: Die Konfiguration der Netzwerkprotokolle bietet Optimierungspotenzial.
Eingriffsmöglichkeit: Die Konfiguration der Netzwerkprotokolle bietet Optimierungspotenzial.
Für das Netzwerk, das Sie in Hyper-V eingebunden haben, also das Netzwerk, das die virtuellen Server mit dem physischen Netzwerk verbindet, aktivieren Sie nur Protokoll Microsoft virtueller Netzwerkswitch. Alle anderen Protokolle deaktivieren Sie, auch die Protokolle für IPv4 und IPv6. Hier können Sie IPv6 tatsächlich aktivieren, da die Verbindung nur das Protokoll Microsoft virtueller Netzwerkswitch benötigt.
Wenn Sie für die Kommunikation innerhalb des Clusters (Heartbeat) einen eigenen Adapter verwenden, was dringend zu empfehlen ist, können Sie hier ebenfalls IPv6 deaktivieren, wenn Sie das Protokoll nicht einsetzen. Außerdem können Sie den E/A-Treiber für Verbindungsschicht-Topologieerkennung deaktivieren. Das Protokoll dient nur der Anzeige des Servers in Überwachungs-Tools, zum Beispiel in der Netzwerkübersicht in Windows 7. In einem Cluster-Netzwerk benötigen Sie das Protokoll nicht; das gilt auch für Antwort für Verbindungsschicht-Topologieerkennung.
Das Protokoll Microsoft virtueller Netzwerkswitch kann ebenfalls deaktiviert werden. In sehr großen Umgebungen können Sie noch weiter gehen und die Kommunikation mit dem CSV (gemeinsamer Datenträger) und dem Heartbeat ebenfalls durch dedizierte Adapter voneinander trennen. Für CSV und Heartbeat verwenden Sie die gleichen Protokolle.
Bei dedizierten Adaptern für die Datenübertragung mit der Live-Migration deaktivieren Sie Protokoll Microsoft virtueller Netzwerkswitch und IPv6. Alle anderen Protokolle lassen Sie aktiv.
Verbinden Sie den Server noch mit einem iSCSI-Target, können Sie auch bei dieser Netzwerkverbindung Protokolle deaktivieren, und zwar alle Protokolle außer IPv4 deaktivieren. Nutzen Sie im Netzwerk noch IPv6, kann das Protokoll aktiv gelassen werden. Alles andere deaktivieren Sie. Die Kommunikation zum Speicher erfordert nur eine IP-Verbindung, keine anderen Protokolle.
Auf der nächsten Seite: Teaming für Netzwerkkarten
 
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