Automatisierung im Data Center

Ratgeber: Rechenzentren mit geeigneten Tools automatisieren

15.01.2013 (aktualisiert) | von Sascha  Schroer
Foto: IBM
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Die steigende Datenflut und neue Technologien zwingen die IT-Verantwortlichen, die Rechenzentren flexibel zu verwalten. Dabei können zweckmäßige Automatisierungs-Tools helfen, Rechenzentren effizient und kostensparend zu managen. Wir zeigen, was bei der Auswahl der Tools zu beachten ist.
Moderne Rechenzentren stellen IT-Administratoren vor große Herausforderungen: Einerseits müssen sie extrem belastbare und hochverfügbare Systeme bereitstellen. Andererseits sollen die Prozesse so flexibel sein, dass sie sich schnell an veränderte Geschäftsanforderungen anpassen lassen. Die derzeit favorisierte Lösung liegt hier im Einsatz von virtualisierten Systemen. Damit können Unternehmen viele Aktualisierungen bereits im laufenden Betrieb vornehmen. Doch sobald Anzahl und Komplexität der zu verwaltenden Einheiten steigen, werden Abläufe nach einiger Zeit nur noch unzureichend dokumentiert und sind daher schlecht nachvollziehbar. Die gespeicherten Informationen zum Betrieb der IT-Infrastruktur befinden sich häufig nicht mehr auf dem aktuellen Stand und sind zunehmend auf verschiedene Orte verteilt. Dadurch wird das manuelle Management äußerst fehleranfällig. Zudem fehlt der Überblick über den aktuellen Status der Serviceprozesse, und die Systemressourcen lassen sich nicht optimal nutzen.
Mithilfe eines umfassenden Managementsystems können Administratoren die virtuellen Maschinen zentral und übersichtlich verwalten. Auf diese Weise wird die Last automatisch intelligent verteilt, sodass die Gesamtkapazität des Data Centers reduziert werden kann. Dabei werden auch virtuelle Maschinen über physische Systemgrenzen hinweg verschoben. Erforderlich sind dazu eine einheitliche Bedienoberfläche für virtuelle und physische Systeme, die automatische Bereitstellung kompletter IT-Services und eine selbstständige Anpassung der Klimatisierung. Zudem müssen Automatisierungslösungen die im Unternehmen vorhandenen Technologien so kombinieren und ansteuern, dass sie sich auf die Geschäftsanforderungen des Unternehmens abstimmen lassen und trotzdem in einem vielschichtigen Rechenzentrumsumfeld praxistauglich sind.

Warum RZ-Automatisierung?

In einem typischen Rechenzentrum verursachen Konfigurations- und Änderungsprozesse mehr als 60 Prozent der Betriebskosten. Entsprechend lohnt es sich, wichtige IT-Prozesse in der physischen und virtuellen Infrastruktur des Rechenzentrums zu konsolidieren und zu automatisieren. Dies reduziert die Fehleranfälligkeit, vereinfacht die Servicekonfiguration und erhöht die IT-Verfügbarkeit. So kann das Unternehmen deutlich flexibler auf neue Geschäftsanforderungen reagieren und Services schneller bereitstellen. Außerdem wird dadurch mehr Zeit für strategische Projekte wie den Aufbau eines eigenen Cloud-Computing-Angebots geschaffen.
Die Möglichkeit, IT-Prozesse systematisch zu überwachen und zu optimieren, sowie die transparente Verwaltung heterogener Systemlandschaften helfen auch bei der Priorisierung der Kapazitäten. Gleichzeitig können Unternehmen die Kosten für das Rechenzentrum nutzungsabhängig zuweisen. Außerdem fördert eine optimale Auslastung den schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen durch geringeren Hardwarebedarf sowie die Energieeffizienz bei Stromverbrauch und Klimatisierung.
Teaserbild Homepage: IBM/Strato
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