Erste Benchmarks von Hammer-Prototypen
Test-Hardware
Vielleicht hat AMD den Hammer auf der Computex ja ein bisschen zu heftig geschwungen und so sehr hohe Erwartungen geweckt. Die Texaner dürften sich über so frühe Benchmarks nicht gerade freuen. Wir haben uns dennoch entschlossen, sie zu veröffentlichen. Wir konnten ein System eine gute Stunde selbst nutzen und mit den Testkomponenten versehen. Weder bei der Konfiguration noch beim Test selbst traten irgendwelche Schwierigkeiten auf. Die Hardware im Prototypen-Stadium lief absolut stabil.
Andererseits veranstaltet AMD selbst - wenn der Hammer denn bis Dezember fallen sollte - seit einem Jahr Wirbel um die neue CPU. Da es sich dann um eine komplett neue Plattform handelt, will eine geplante Kaufentscheidung wohl überlegt sein. Sie anhand unserer Werte schon jetzt zu treffen, wäre dennoch verfrüht. Es handelte sich bei den getesteten Geräten um reine Prototypen, wie sie Ingenieure zum Entwickeln von Komponenten benutzen.
Als Grafikkarte kam eine GeForce3 mit dem Detonator-Treiber XP 28.32 zum Einsatz. Wir haben 256-MByte-DDR333-Speicher verwendet. Das Latency-Timing dafür betrug konservative 2,5-3-3, die anderen BIOS-Werte beließen wir in der Default-Einstellung. Die zum Vergleich herangezogenen Prozessoren haben wir mit ähnlicher Konfiguration getestet.
Das von uns zum Test verwendete Mainboard war ein AMD Solo 2 mit dem 8000-Chipsatz, der Prozessor ein ClawHammer mit 800 MHz. Er verfügte über je 64 KByte L1-Cache für Befehle und Daten, der L2-Cache war 256 KByte groß. Die Cache-Grössen hatte AMD-Vize Richard Heye am ersten Tag der Computex schon selbst bekannt gegeben.
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