Neuer Xeon E5-2600 fordert IBM Power7 heraus
Die schnellsten Prozessoren im Benchmark-Vergleich

Hier ist die ultimative Performance-Rangliste der CPU-Architekturen. IBMs Power7 liefert eine Top-Performance, doch Intels neuer Xeon E5-2600 setzt ebenfalls Akzente. In Mehrwegesystemen ist zudem der 10-Core-Prozessor Xeon E7 stark. AMD hat den 16-Kern-Prozessor Opteron 6200 im Rennen.
Hat nun AMD oder Intel die schnellere CPU im Angebot? Bei den Desktop-Prozessoren stellt sich die Frage schon seit geraumer Zeit nicht mehr: Aktuell liegt Intels Top-Modell Core i7-3960X Extreme Edition zusammen mit dem Core i7-2700K deutlich in Führung. AMDs Bulldozer-Prozessor FX-8150 bleibt meist chancenlos. In Servern mit zwei Sockeln legt Intels neue Xeon-E5-2600-Serie mit Octa-Core eine beindruckende Performance hin. AMDs 16-Core-CPU Opteron 6200, die für Zwei- und Vier-Sockel-Systeme geeignet ist, bleibt gegen den E5-Xeon chancenlos. Arbeiten vier Prozessoren im System, so ist das Rennen gegen Intels Zehn-Core-Modell Xeon E7-4870 schon ausgeglichener.
Doch die Welt der Prozessoren beschränkt sich nicht auf Xeons, Opterons, Phenoms, Core-i7-CPUs oder sonstige x86-Klone. Da gibt es beispielsweise den Power7 von IBM. Die CPU ist mit vier, sechs und acht Kernen bei Taktfrequenzen bis 4,25 GHz zu haben. Die Performance-Daten lassen jedenfalls aufhorchen. Dann wären da noch Oracles SPARC T3 mit 16 Kernen, der SPARC64 VII+ von Fujitsu sowie noch immer der oft gescholtene Itanium 9300 von Intel. All diesen CPUs, die für Systeme mit hoher Skalierfähigkeit und hoher Ausfallsicherheit konzipiert sind, stellt Intel jetzt jedoch mit den Zehn-Core-Prozessoren der Xeon-E7-Serie ebenfalls eine x86-Architektur entgegen.
Die "pure" Performance eines Prozessors lässt sich bestens über seine Geschwindigkeit bei Ganzzahlen- und Fließkommaberechnungen ausdrücken. Als ultimatives und offizielles Performance-Tool für einen plattformübergreifenden Vergleich fungiert die renommierte Benchmark-Suite CPU2006 von SPEC. Der CPU2006-Test besteht aus vielen realen Anwendungen wie Simulationen, Packer oder Raytracer. Die Programme sind nicht fertig kompiliert, sondern liegen als Sourcecode vor.
Um das Optimale aus den CPUs herauszuholen, dürfen bei der CPU2006-Benchmark-Suite beliebige Compiler, Bibliotheken und Betriebssysteme verwendet werden - nur dokumentiert muss es sein. Der Sourcecode darf aber nicht verändert werden. CPU2006 überprüft sowohl die Singlethread-Performance als auch die Leistungsfähigkeit von Multi-Core-CPUs sowie Mehrwegesystemen.
Die CPU-Hersteller veröffentlichen die CPU2006-Ergebnisse auf SPEC.org. Aber auch Systemhersteller wie Dell, Hewlett-Packard, IBM oder Oracle erkennen CPU2006 als offizielles Kräftemessen an und machen die Performance-Werte ihrer Maschinen publik. Dabei achten die Hersteller darauf, die bestmöglichen Resultate für ihre Produkte zu erreichen. Die Ergebnisse lassen sich somit als ultimative Leistungsfähigkeit der jeweiligen CPUs werten - mehr Performance ist nicht drin!
In diesem Artikel präsentieren wir Ihnen die Singlethread- und Multitask-Performance der Prozessoren, die auf unterschiedlichen Architekturen basieren. Außerdem stellen wir die Leistungsfähigkeit der CPUs gegenüber, wenn zwei, vier, acht oder mehr Prozessoren zusammenarbeiten.
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