Linux Firewall mit ipchains

Auf einem abgesicherten Linux lässt sich mittels ipchains eine wirkungsvolle Firewall realisieren. Schritt für Schritt zeigt Ihnen dieser Beitrag, wie Sie dabei vorgehen sollten.
Auf Basis des abgesicherten Systems aus dem ersten Teil der Artikelreihe können Sie sich nun daran machen, das IPv4-Firewalling per ipchains auzusetzten.
Überprüfen Sie dazu zunächst, ob der aktive Kernel dies überhaupt unterstützt. Die dazugehörigen Einträge im /proc-Dateisystem lauten
/proc/net/ip_fwchains
(beinhaltet maschinenlesbar alle aktiven Filter) und /proc/net/ip_fwnames
(beinhaltet die Namen aller Listen).
Existieren diese Einträge nicht, ist zunächst ein neuer Kernel zu kompilieren. Folgende Optionen müssen hierbei in der Datei
/usr/src/linux/.config
aktiviert sein:
| Name | Eintrag | Zusätzliche Information |
|---|---|---|
| Packet socket | CONFIG_PACKET=y | Notwendig für tcpdump |
| Network firewalls | CONFIG_FIREWALL=y | |
| IP: firewalling | CONFIG_IP_FIREWALL=y | |
| IP: transparent proxy support | CONFIG_IP_TRANSPARENT_PROXY=y | Nur bei Masquerading notwendig |
| IP: masquerading | CONFIG_IP_MASQUERADE=y | Nur bei Masquerading notwendig |
| IP: ICMP masquerading | CONFIG_IP_MASQUERADE_ICMP=y | Nur bei Masquerading notwendig |
Weitere Informationen, wie Sie einen neuen Kernel kompilieren und installieren, finden Sie in den How-tos.
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